Die Magier auf Farahlon
Khadgars Expedition brachte nicht nur Soldaten nach Draenor. Magier des Kirin Tor untersuchten die fremde Welt und errichteten auf Farahlon eine eigene Siedlung. Erzmagier Vargoth gehörte zu ihren führenden Köpfen. Türme, Häuser und Schutzzauber gaben dem Ort den Charakter eines kleinen Stücks Dalaran in einer unbekannten Landschaft.
Die Magier erlebten Angriffe der Horde und schließlich Ner'zhuls verhängnisvolle Rituale. Als Draenor zerbrach, blieb Kirin'Var auf einer der schwebenden Inseln des späteren Nethersturms bestehen. Die Verbindung nach Azeroth war verloren, doch die Siedlung überstand die erste Katastrophe.
Kael'thas greift die Siedlung an
Jahre später kamen Kael'thas Sonnenwanderer und seine Blutelfen in den Nethersturm. Sie benötigten Raum und Energie für ihre Manaschmieden. Die Kirin-Tor-Magier standen ihren Plänen im Weg und besaßen Wissen, das Kael'thas nicht in fremden Händen lassen wollte.
Seine Truppen zerstörten Kirin'Var mit einer Manabombe. Viele Bewohner starben so plötzlich, dass ihre Geister an den Ort gebunden blieben. Vargoth wurde im Violetten Turm eingeschlossen. Die Schutzmagie, die einst eine Zuflucht geschaffen hatte, verwandelte sich in ein Gefängnis für einen der wenigen Überlebenden.
Ein Dorf voller Geister
Nach dem Angriff standen die Häuser noch, doch ihre Bewohner wandelten als Tote zwischen ihnen. Ihre Erinnerungen hielten an einem Alltag fest, der in einem einzigen magischen Schlag beendet worden war. Kirin'Var zeigte, wie weit Kael'thas sich von dem Prinzen entfernt hatte, der einst sein Volk retten wollte.
Die Zerstörung der Siedlung war kein unvermeidlicher Teil des Krieges gegen die Legion. Sie war eine bewusste Entscheidung gegen frühere Verbündete. Gerade deshalb nimmt Kirin'Var im Nethersturm einen besonderen Platz ein: Inmitten einer Welt, die durch Ner'zhuls Größenwahn zerbrach, erinnert das Dorf daran, dass auch die Überlebenden neue Katastrophen auslösen konnten.