Malygos' Zuflucht
Kaltarra ragt als schroffe, vereiste Insel aus dem Meer vor der Boreanischen Tundra. In ihrem Inneren liegt der Nexus, das uralte Zentrum des blauen Drachenschwarms. Nach Neltharions Verrat im Krieg der Ahnen zog sich Malygos hierher zurück. Fast alle blauen Drachen waren durch die Drachenseele getötet worden, und der Aspekt der Magie verbrachte Jahrtausende zwischen Trauer, Einsamkeit und wachsendem Wahnsinn.
Der Schwarm erholte sich nur langsam. Für die blauen Drachen war Kaltarra deshalb Heimat und Grabmal zugleich. Die arkane Energie des Ortes spiegelte ihre Aufgabe wider, machte aber auch Malygos' Rückzug von der übrigen Welt möglich.
Der Nexuskrieg beginnt
Als Malygos wieder klarer zu denken begann, sah er die sterblichen Magier als Gefahr. Kriege, Dämonenbeschwörungen und zerstörte Reiche schienen ihm zu beweisen, dass sie mit arkaner Macht nicht verantwortungsvoll umgehen konnten. Er begann, Leylinien zum Nexus umzulenken und wollte den Sterblichen den Zugang zur Magie entziehen.
Diese Umleitung verursachte Risse und Erschütterungen weit über Kaltarra hinaus. Der Kirin Tor widersetzte sich, und Alexstrasza gründete den Wyrmruhpakt. Aus einer alten Sorge des Aspekts wurde ein Krieg, weil Malygos keine Zustimmung suchte und die Folgen seiner Lösung für die Welt hinnahm.
Keristrasza und der Preis des Krieges
Die rote Drachin Keristrasza half im Kampf gegen den Nexus. Sie wurde jedoch von Malygos gefangen, gebrochen und gegen ihre Verbündeten eingesetzt. Ihr Tod zeigte, dass der Krieg nicht nur zwischen abstrakten Vorstellungen von Magie geführt wurde. Drachen, die einander seit Jahrtausenden kannten, wurden zu Opfern der Entscheidung ihres Aspekts.
Malygos fiel im Auge der Ewigkeit über Kaltarra. Der blaue Schwarm verlor damit seinen Anführer und musste seine Aufgabe neu bestimmen. Die Insel blieb sein wichtigster Ort, doch der Nexus war fortan auch ein Mahnmal dafür, wie verständliche Furcht in Herrschaft umschlagen kann.