Ehre und StärkeBlackmoore
Keristrasza
Bosse

Keristrasza

Keristrasza war eine rote Drachin und Dienerin Alexstraszas. Nach ihrer Befreiung aus einem arkanen Gefängnis lockte sie Malygos' Gefährtin Saragosa in den Tod. Malygos nahm sie gefangen, zwang sie an Saragosas Stelle und brach ihren Geist mit Folter und Runen.

Der Weg nach Der Nexus

Im Nexus bündelte Malygos die arkanen Ströme Azeroths und führte den Krieg gegen sterbliche Magienutzer. Die gewaltige Umleitung zerriss Wirklichkeit und Lebewesen gleichermaßen. Magierjäger, Elementare und verwandelte Wächter hielten die Kammern, während Keristraszas Gefangenschaft zeigte, dass der blaue Aspekt nicht nur Zauber kontrollieren, sondern selbst den Willen eines anderen Drachen brechen wollte. In Keristrasza erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Keristrasza gehörte zum roten Drachenschwarm Alexstraszas, der Leben bewahren und die Wunden Azeroths heilen sollte. Als Malygos seinen Krieg gegen sterbliche Magier begann, stand sie deshalb nicht nur auf der anderen Seite eines Drachenstreits. Sie verteidigte die Vorstellung, dass Macht dem Leben dienen müsse, nicht das Leben einer vollkommenen Kontrolle über Magie.

Das zerlegte Gefängnis

Der blaue Drachenschwarm sperrte Keristrasza in ein verstärktes arkanes Gefängnis und verteilte dessen Teile über Kaltarra. Abenteurer sammelten die Fragmente und riefen die Gefangene daraus hervor. Ihre erste Befreiung entstand somit nicht durch einen einzigen großen Sieg, sondern durch viele kleine zurückgebrachte Stücke einer zerteilten Freiheit.

Aus Dankbarkeit half Keristrasza im Nexuskrieg. Sie lockte Saragosa, Malygos' Gefährtin, in einen Hinterhalt und tötete sie gemeinsam mit Verbündeten. Der Erfolg schwächte den blauen Aspekt, traf ihn aber zugleich an einer persönlichen Stelle. In einem Krieg, der längst als Frage kosmischer Ordnung geführt wurde, öffnete sich eine Wunde aus Trauer und Rache.

Malygos nimmt Ersatz

Malygos fing Keristrasza und zwang sie, Saragosas Platz als seine neue Gefährtin einzunehmen. Ob er sie für den Tod rächen, ihren Widerstand brechen oder beides zugleich wollte, änderte nichts an der Gewalt. Er behandelte eine Person wie eine offene Stelle in seiner Ordnung, die mit dem Körper der Verantwortlichen gefüllt werden konnte.

Der blaue Aspekt folterte Keristrasza und brannte arkane Runen in ihren Körper. Die Zeichen waren keine bloßen Fesseln. Sie machten Herrschaft sichtbar und griffen so tief in ihren Geist, dass ihre Gedanken zerfielen. Jene, die zuvor ihre Befreiung ermöglicht hatten, hörten nun Schreie und verstörende Bruchstücke einer Persönlichkeit, die sich selbst nicht mehr halten konnte.

Telestra, Anomalus und Ormorok hielten die Eindämmungsfelder, die zu Keristrasza führten. Erst nach ihrem Fall ließ sich das Gefängnis öffnen. Jeder Wächter war damit Teil ihrer fortgesetzten Qual, selbst wenn er aus ganz anderen Gründen im Nexus stand. Der Weg zu ihr führte durch die gesamte beschädigte Ordnung Malygos'.

Der Tod als einzige verbliebene Freiheit

Als Keristrasza freikam, bedeutete die offene Tür keine Rettung mehr. Folter, Zwang und Wahnsinn hatten ihr keinen Weg in das frühere Leben gelassen. Ihre einstigen Verbündeten beendeten ihr Leiden im Kampf. Es war ein notwendiges und grausames Ende: Sie besiegten nicht eine Verräterin, sondern die Gewalt, die Malygos aus einer Freundin gemacht hatte, und konnten ihr nur noch jene Freiheit geben, die jenseits seines Zugriffs lag.