Ehre und StärkeBlackmoore
Imperator Mar'gok
Charakter

Imperator Mar'gok

Der letzte große Zauberkönig Hochfels', dessen gelehrte Arroganz in zwei Zeitlinien zwischen Orc-Heeren, alten Relikten und Cho'galls Rache zerbrach.

Der Zauberkönig von Hochfels

Imperator Mar'gok herrschte über Hochfels von einer Zitadelle aus, deren Schatten auf Märkte, Arenen und die ärmeren Viertel der Ogerstadt fiel. Er war kein brüllender Tölpel auf einem zu großen Thron. Mar'gok gehörte zu den mächtigsten Ogermagiern Draenors, beherrschte arkane Lehren, die selbst fremde Erzmagier ernst nehmen mussten, und sah in der Geschichte des Gorianischen Imperiums den Beweis, dass Oger zum Herrschen bestimmt waren.

Seine zwei Köpfe gaben ihm nicht doppelte Weisheit, aber sie passten zu einer Herrschaft, die zugleich berechnend und stolz war. Hochfels lebte von Handel, Sklavenarbeit, Gladiatorenkämpfen und dem Besitz alter Magie. Über allem stand der Imperator als Garant der Ordnung. Wer unten litt, war für ihn kein Gegenargument. Ein Reich bewies seine Größe in Dauer, Wissen und Unterwerfung.

Das Ende in der ersten Zeitlinie

Als die ursprüngliche Horde über Draenor zog, erhielten Kriegshymnenklan und Schattenhammer den Auftrag, Hochfels zu brechen. Für Cho'gall war der Angriff persönlich. Er war einst Bürger der Stadt gewesen und aus ihr verstoßen worden. Nun kehrte der zweiköpfige Oger mit Teufels- und Leerenmagie zurück, die Mar'goks arkane Kunst übertraf. Der Imperator wurde an seinen eigenen Thron gebunden und lebendig verbrannt. Das letzte Bild des Zauberkönigs war damit kein würdiger Untergang im offenen Krieg, sondern die Rache eines Ausgestoßenen, den sein Reich selbst hervorgebracht hatte.

Ein zweiter Mar'gok

In der anderen Zeitlinie, die durch Garrosh Höllschreis Eingriff entstand, stand Mar'gok erneut vor einer Orc-Horde. Diesmal verfügte sie über Eisen, Kanonen und eine geeinte Kriegsführung. Grommash verlangte von Hochfels Unterwerfung oder Vernichtung. Mar'gok erkannte, dass bloßer Stolz die Mauern nicht retten würde, und handelte. Er schloss Frieden mit der Eisernen Horde, ohne sie je für kulturell ebenbürtig zu halten. Für ihn war das Bündnis kein Kniefall, sondern Zeitgewinn.

Während Ogeradel und Kriegsherren im Kolosseum saßen, suchte Mar'gok nach Relikten des alten Imperiums. Ihre Kraft sollte Hochfels wieder zur unangefochtenen Macht Draenors machen. Gleichzeitig arbeitete Cho'gall erneut gegen ihn. Bleiche Orcs drangen in die Stadt, Berater warnten vor dem Fall, und der Imperator weigerte sich, die Vorstellung aufzugeben, sein Reich könne von jenen gestürzt werden, die er für Bauern und Barbaren hielt.

Der Thron ist kein Schutz

Azeroths Streiter kämpften sich durch Hochfels bis zu Mar'goks Aufstieg. Der Imperator setzte arkane Runen, räumliche Verschiebungen und die Macht seiner Relikte gegen sie ein. Selbst als die Stadt um ihn fiel, sprach er wie ein König, dessen Titel die Wirklichkeit befehlen müsse. In der entscheidenden Stunde erschien auch in dieser Zeitlinie Cho'gall, entriss ihm die Reliktmacht und vollendete den Sturz. Wieder endete Mar'goks Herrschaft dort, wo persönliche Rache und die blinden Flecken seines Reiches zusammenkamen.

Mar'gok war weder ungebildet noch schwach. Gerade das macht sein Scheitern bedeutend. Er verstand Magie, Diplomatie und die Geschichte seiner Krone. Was er nicht verstand, war eine Welt, in der Unterworfene, Verbannte und vermeintlich Niedere selbst Geschichte schreiben. Er glaubte, Hochfels müsse bestehen, weil es Hochfels war. Doch ein Thron schützt nur so lange, wie die Untertanen darunter bereit oder gezwungen sind, sein Gewicht zu tragen.