Garrosh schickt eine Besatzungsarmee
Nach den ersten Expeditionen entsandte Garrosh Höllschrei eine vollständige Flotte nach Pandaria. Der Kriegshäuptling wollte den Kontinent nicht länger erforschen. Er wollte Häfen, Rohstoffe und alte Waffen kontrollieren, bevor die Allianz sie erreichen konnte. Auf einer westlichen Insel vor der Krasarangküste entstand die Herrschaftsfeste. Baracken, Kanonentürme und der befestigte Herrschaftsberg machten deutlich, dass die Horde bleiben sollte.
General Nazgrim und Kriegsfürst Bluthilf koordinierten die Truppen. Unter ihnen dienten Soldaten vieler Völker, doch Garrosh vertraute vor allem den Kor’kron und jenen, die seine Vorstellung orcischer Stärke teilten. Goblins lieferten Maschinen und Sprengstoff, Kundschafter suchten nach Mogu-Anlagen, und Boten überbrachten Befehle aus Orgrimmar. Die Feste war das sichtbare Zeichen einer Horde, deren Kriegshäuptling Verbündete zunehmend wie Werkzeuge behandelte.
Die Suche nach einer Macht, die Gehorsam erzwingt
Von der Herrschaftsfeste aus begann die Herrschaftsoffensive ihren Feldzug gegen die Allianz. Gleichzeitig suchte Garrosh nach der Göttlichen Glocke. Das Mogu-Artefakt konnte die in Pandaria lauernde Sha-Kraft in Kriegern wecken. Garrosh sah darin keine Warnung, sondern eine Möglichkeit. Wenn Furcht, Zorn und Gewalt Soldaten stärker machten, wollte er diese Gefühle bewusst zur Waffe formen.
Dieser Plan verschärfte den Widerstand in der Horde. Vol’jin widersprach Garrosh offen und wurde durch einen von Garrosh befohlenen Anschlag schwer verwundet. Baine Bluthuf und Lor’themar Theron erkannten, dass der Kriegshäuptling nicht nur die Allianz bedrohte. Er veränderte die Horde selbst. Die Herrschaftsfeste versorgte damit einen äußeren Krieg und wurde zugleich zum Schauplatz eines inneren Bruchs.
Der Krieg erreicht seine eigenen Soldaten
Die Allianz griff die Feste mehrfach an, während Hordetruppen Löwenlandung bedrohten. Für die Soldaten an der Küste war der Konflikt keine große politische Rede. Er bestand aus Angriffen auf Mauern, verlorenen Freunden, Spionage und der ständigen Erwartung eines Gegenschlags. Pandarische Dörfer lagen zwischen den Fronten und mussten erleben, wie zwei fremde Mächte ihre Küste in ein Schlachtfeld verwandelten.
Nach Garroshs Sturz blieb die Anlage bestehen. Jahre später fanden Chen und Li Li Sturmbräu dort eine bewachte, aber friedlichere Feste vor. Das Gebäude hatte seinen ursprünglichen Namen nicht verloren, doch sein Zweck hatte sich verändert. Was als Vorposten eines Eroberungskrieges errichtet worden war, wurde zu einem Ort, an dem Reisende wieder ein- und ausgehen konnten. Die Mauern erinnern dennoch an den Moment, in dem Garrosh aus der Horde eine Herrschaftsoffensive machte und damit den Widerstand vorbereitete, der ihn schließlich stürzte.