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Goria
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Goria

Goria war die erste Hauptstadt des Gorianischen Imperiums und eine Hafenstadt im Nordwesten Taladors. Oger errichteten sie auf Apexisruinen, bevor die vereinten Elementargeister die Stadt vernichteten; Jahrhunderte später entstand Shattrath auf ihren Resten.

Aus Sklaven werden Herrscher

Der Ort, an dem Goria entstand, hatte bereits vor den Ogern eine Geschichte. Apexis-Arakkoa hatten dort eine Siedlung hinterlassen. Später besetzten Ogron die Ruinen und hielten Oger als Sklaven. Als eine Gruppe überlebender Arakkoa nach Apexisrelikten suchte, konnte sie mit den gewalttätigen Ogron nicht verhandeln. Die Oger erschienen zugänglicher. Die Arakkoa lehrten sie arkane Magie und hofften, mit ihrer Hilfe die alten Schätze zurückzugewinnen.

Einer der ersten Schüler war Gog. Er richtete seine neue Macht nicht nur gegen die Ogron, sondern gegen die Gronn, die von ihren Untergebenen wie Götter gefürchtet wurden. Gog tötete mehrere von ihnen und bewies damit, dass ihre Herrschaft nicht unveränderlich war. Die Oger erhoben sich. Aus Gog wurde Gorgog, der Gronntöter und erste Imperator. Die neue Stadt erhielt den Namen Goria, ‚Thron des Königs‘. Als die Arakkoa anschließend ihre Relikte beanspruchten, verweigerten die Oger die Herausgabe. Sie hatten ihre Freiheit durch fremdes Wissen gewonnen und waren nicht bereit, die Quelle dieser Macht wieder abzugeben.

Die erste Hauptstadt des Imperiums

Goria wuchs zu einer befestigten Hafenstadt mit Tausenden Bewohnern. Magier, Soldaten, Handwerker und eine neue herrschende Schicht machten aus der früheren Sklavensiedlung das Zentrum des Gorianischen Imperiums. Die Oger entwickelten arkane Techniken weiter und breiteten ihre Macht über Draenor aus. Ihre Befreiung führte jedoch nicht zu einer Ordnung ohne Unterdrückung. Ogerreiche versklavten andere Völker, hielten Orcs und Ogron in Abhängigkeit und behandelten Wissen als Besitz der Herrschenden.

Unter Imperator Molok geriet die Stadt in einen langen Krieg mit den Orcclans. Molok griff nach dem Thron der Elemente und bedrohte damit nicht nur seine Feinde, sondern das Gleichgewicht zwischen Schamanen und Elementargeistern. Die Orcs belagerten Goria von den umliegenden Hügeln. Weil die Stadt über ihren Hafen versorgt werden konnte, schien ein Aushungern unmöglich. Die Schamanen baten die Elemente um Hilfe. Was folgte, war keine gewöhnliche Schlacht.

Der Untergang und Shattraths Gründung

Sturm, Feuer und Erdbeben trafen Goria über Stunden. Mauern stürzten ein, Schiffe verbrannten und Fluchtwege wurden verschlossen. Schließlich riss die Erde auf und verschlang Molok mit den Resten seiner Hauptstadt. Tausende Oger starben; niemand in der Stadt überlebte. Selbst die siegreichen Orcs erschraken über das Ausmaß der elementaren Gewalt. Ihre geeinte Armee löste sich auf, und die Schamanen bewahrten die Erinnerung daran, dass die Geister keine Werkzeuge waren, die man ohne Folgen zu einem Vernichtungsschlag rufen durfte.

Etwa zweihundert Jahre später erreichten die Draenei Draenor. Sie errichteten Shattrath auf den Ruinen Gorias, weil Berge den Ort schützten und das Zangarmeer einen Zugang zum Wasser bot. Für die Oger von Hochfels war dies eine Beleidigung. Imperator Hok'lon versuchte, die alte Hauptstadt zurückzuerobern, scheiterte jedoch an Shattraths Verteidigung und einem draenischen Gegenangriff. Danach wagte das Imperium keinen weiteren offenen Sturm auf die Stadt. Unter Shattraths Licht blieb die Geschichte Gorias dennoch gegenwärtig: Dieselbe Stelle hatte Apexisruinen, Ogersklaven, eine imperiale Hauptstadt, eine elementare Vernichtung und schließlich das Zentrum der Draenei getragen.