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Farnspore
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Farnspore

Farnspore war ein uralter Pilzriese aus den Gewässern vor Hochfels. Als seine Sporen die ummauerte Stadt bedrohten, wurde aus einem Wesen der Wildnis ein Teil des Krieges um das Gorianische Reich und ein Vorzeichen für die ungezähmte Lebenskraft Draenors.

Ein Wanderer aus der Tiefe

Vor der Küste Nagrands lagen Gewässer, in denen Draenors Pflanzenwelt Formen annahm, die auf Azeroth kaum vorstellbar waren. Farnspore war ein Pilzriese, ein uraltes Geschöpf aus Pilzgewebe, Wurzeln und einem widerstandsfähigen Körper. Er gehörte keiner Armee und keinem Reich an. Sein Leben folgte dem Wachstum und der Verbreitung seiner Sporen.

Als er sich Hochfels näherte, sahen die Oger in ihm keine Naturerscheinung, sondern eine Seuche vor ihren Mauern. Farnspores Sporen konnten den Boden überziehen und neue Pilzwesen hervorbringen. Was für ihn Fortpflanzung war, bedrohte Häfen, Siedlungen und die Versorgung der Stadt. Die Grenze zwischen Natur und Feind wurde dadurch sehr schnell politisch.

Draenors Übermaß an Leben

Draenor war nicht nur durch Kriege gefährlich. Die Welt besaß ein so starkes Wachstum, dass Pflanzen und Pilze ganze Regionen verschlingen konnten. Die Botani und der Immergrüne Flor zeigten dieselbe Kraft in bewussterer Form. Farnspore stand näher an einem Tier oder Naturgeist, doch auch sein Körper trug das Prinzip ungebremster Ausbreitung in sich.

Diese Lebenskraft war weder gut noch böse. Sie kannte keine Mauern und kein Eigentum. Für die Bewohner Hochfels' spielte dieser Unterschied allerdings kaum eine Rolle, sobald Sporen ihre Stadt erreichten. Der Pilzriese wurde bekämpft, weil sein natürlicher Lebenszyklus mit dem Fortbestand des Reiches unvereinbar geworden war.

Die Küste wird zum Schlachtfeld

Während der Belagerung Hochfels' drang der Kampf bis an die Küste vor. Farnspore erhob sich aus dem Wasser, begleitet von Pilzwuchs und kleineren Sporenwesen. Zwischen nützlichen und schädlichen Pilzen entstand ein ständiger Wechsel: Manche Gewächse konnten Wunden lindern, andere den Atem vergiften und ganze Flächen unbewohnbar machen.

Die Angreifer mussten deshalb nicht nur den riesigen Körper verwunden, sondern die Ausbreitung seiner Sporen eindämmen. Feuer wurde zur notwendigen Gegenkraft. Es verbrannte den Pilzteppich, bedrohte jedoch zugleich jede Form von Leben in seiner Nähe. Der Kampf zeigte in kleinem Maßstab, wie schwer sich Draenors Wildnis kontrollieren ließ, ohne sie zu zerstören.

Kein Diener des Imperators

Farnspore verteidigte Mar'gok nicht aus Loyalität. Er war auch keine von den Ogern ausgebildete Waffe wie der Schlächter oder ein gebundenes Elementarwesen wie Tectus. Sein Auftauchen fiel mit dem Krieg um Hochfels zusammen, weil die Unruhe der Stadt und die offene Küste seinen Weg kreuzten.

Dadurch unterscheidet er sich von vielen Gegnern des Schlachtzugs. Sein Fall schwächte den Imperator nur indirekt, indem er eine zusätzliche Gefahr an den Mauern beseitigte. Die Schlacht um Hochfels bestand nicht aus einer einzigen Front. Während Oger und Eiserne Horde um Macht rangen, setzte die Welt um sie herum ihre eigenen Bewegungen fort.

Eine Warnung vor dem Immergrünen Flor

Farnspores Niederlage beendete seinen Vormarsch, nicht aber die Macht, die er verkörperte. In Gorgrond wuchs der Immergrüne Flor weiter, und die Botani suchten Wege, die Ausbreitung ihres Pflanzenreiches bis nach Azeroth zu tragen. Der Pilzriese war deshalb ein frühes Zeichen dafür, dass Draenors Leben selbst zur erobernden Kraft werden konnte.

Seine Geschichte besitzt keine Verschwörung und keinen Thronstreit. Sie erzählt von zwei Lebensräumen, die aufeinanderprallten: einer ummauerten Stadt, die Bestand verlangte, und einer Natur, die keine Grenze anerkannte. In diesem Zusammenstoß wurde Farnspore zum Gegner, obwohl er nie entschieden hatte, an einem Krieg teilzunehmen.