Ehre und StärkeBlackmoore
Eadric der Reine
Bosse

Eadric der Reine

Eadric war Großchampion des Argentumkreuzzugs und koordinierte die Ausbildung der Stadtchampions. Tirion wählte ihn, um jene auszusieben, denen die moralische Überzeugung für den Marsch auf die Eiskronenzitadelle fehlte. Sein Licht blendete jeden, der es ansah, und sein eigener Hammer konnte gegen ihn gewendet werden, wenn ein Geprüfter im richtigen Augenblick standhielt.

Der Weg nach Prüfung des Champions

Die Prüfung des Champions sollte aus erfolgreichen Turnierkämpfern verlässliche Streiter gegen den Lichkönig machen. Nach dem Wettkampf der Städte wartete deshalb eine Prüfung durch das Licht selbst: entweder die Beichte vor einer lebendig gewordenen Erinnerung oder Eadrics unerbittliche Forderung nach Aufmerksamkeit und Überzeugung. Erst danach zeigte der Schwarze Ritter, dass Arthas die Arena längst als Ziel erkannt hatte. In Eadric der Reine erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Eadric vertrat keine einzelne Hauptstadt. Er diente dem Argentumkreuzzug und sollte die Bemühungen all jener koordinieren, die aus Sturmwind, Orgrimmar, Darnassus, Sen'jin und den übrigen Städten nach Eiskrone kamen. In einer Zeit offener Rivalität machte ihn diese Rolle zum Verbindungsmann zwischen sehr verschiedenen Vorstellungen von Ehre.

Training für einen gemeinsamen Feind

Unter Eadrics Aufsicht bereiteten sich Anwärter auf Lanzenkämpfe, Stadtprüfungen und den Einsatz gegen die Geißel vor. Die Übungen waren festlich inszeniert, aber ihr Zweck blieb tödlich ernst. Jeder Fehler, der in der Arena erkannt wurde, musste nicht erst in Arthas' Hallen einen Menschen das Leben kosten.

Tirion hielt Kampfkraft allein nicht für ausreichend. Eadrics Aufgabe war es, jene auszusieben, die ohne festen inneren Grund in die Zitadelle ziehen wollten. Der Lichkönig brach Gegner nicht nur durch Wunden. Er bot Macht, verdrehte Erinnerung und ließ Verzweiflung wie die einzige realistische Haltung wirken. Wer nicht wusste, weshalb er kämpfte, konnte mit der besten Waffe zu Arthas' nächstem Diener werden.

Das Licht bestraft den starren Blick

Eadric erfüllte die Arena mit gleißender Strahlung. Wer ihn direkt ansah, wurde verletzt und irrte geblendet umher. Schutz fand, wer den Blick rechtzeitig abwandte. Die Prüfung verlangte damit keine dauernde Fixierung auf den Gegner. Aufmerksamkeit zeigte sich gerade darin, den Augenblick zu erkennen, in dem Wegsehen klüger war als unbeugsames Starren.

Mit einem Richturteil lähmte Eadric ein Ziel und schleuderte danach seinen Hammer. Traf die Waffe jedoch jemanden, der nicht betäubt war, konnte dieser sie auffangen und zurückwerfen. Ein Instrument heiliger Autorität wechselte die Hand. Eadric prüfte, ob seine Gegner bloß Schläge ertrugen oder selbst im Angriff noch eine Möglichkeit zur Antwort fanden.

Reinheit ohne Feindschaft

Eadric wollte die Teilnehmer nicht vernichten. Nach seiner Niederlage erkannte er ihren Erfolg an. Das unterschied die Prüfung grundlegend von den Kämpfen, die folgten. Hier stand ein Gegner gegenüber, dessen Ziel dasselbe blieb: Nur geeignete Champions sollten weiterziehen. Der Sieg machte aus beiden Seiten keine Freunde, aber er bestätigte eine gemeinsame Verpflichtung.

Jahre später trat Eadric den neu vereinten Rittern der Silbernen Hand bei, nahm an Tirion Fordrings Begräbnis teil und diente im Heiligtum des Lichts. Beim Wiederaufleben der Geißel verteidigte er erneut die Turnierkapelle; später kämpfte er auf Quel'Danas gegen die Verschlingende Schar. Der Reine blieb damit nicht ein Maßstab, an dem andere sich bewähren mussten. Er stellte dieselbe Überzeugung immer wieder selbst auf das Feld.