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Das Verlies der Wächterinnen
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Das Verlies der Wächterinnen

Das Verlies der Wächterinnen wurde geschaffen, um Dämonen, Verräter und gefährliche Relikte einzuschließen. Nach Gul'dans Angriff auf die Verheerte Küste zerbricht seine Ordnung, und Maiev muss durch die Ruinen ihres eigenen Gefängnisses kämpfen.

Maievs Gefängnis

Die Wächterinnen unter Maiev Schattensang jagten über Jahrtausende jene, die sie als Gefahr für die Nachtelfen betrachteten. Auf einer Insel vor Azsuna errichteten sie ein Verlies, dessen Zellen Dämonen, verbotene Artefakte und besonders gefährliche Gefangene aufnehmen konnten.

Der bekannteste Gefangene war Illidan Sturmgrimm. Nach dem Krieg der Ahnen blieb er zehntausend Jahre eingesperrt, bis Tyrande ihn im Dritten Krieg befreite. Das Verlies wurde damit zu einem Symbol für Maievs Überzeugung, dass manche Mächte nicht rehabilitiert, sondern dauerhaft gebunden werden müssen.

Cordanas Verrat

Cordana Teufelsang gehörte zu den Wächterinnen und begleitete Khadgar auf Draenor. Dort kam sie mit Gul'dans Verderbnis und der Macht des Schattenrats in Berührung. Schritt für Schritt verlor sie ihr Misstrauen gegenüber der Teufelsmagie und wandte sich gegen ihre eigenen Gefährten.

Als Gul'dan Illidans Körper stahl und zur Verheerten Küste brachte, half Cordana beim Angriff auf das Verlies. Ihr Verrat öffnete Zellen und gab der Legion Zugang zu einem Ort, der gerade gegen solche Feinde gebaut worden war.

Nach dem Angriff streifen Gefangene und Konstrukte frei durch die Anlage. Tirathon Saltheril, einst ein Nachtelf und nun Dämonenjäger, stellt sich den Eindringlingen entgegen. Inquisitor Foltyrium und Aschen'golm verkörpern weitere Gefahren, die zuvor voneinander getrennt waren.

Der Zusammenbruch zeigt die Schwäche jedes großen Gefängnisses. Je mehr Macht an einem Ort gesammelt wird, desto gefährlicher wird ein einziger Bruch. Die Schutzanlage verwandelt sich in eine Abfolge freigesetzter Katastrophen.

Die Rückkehr in Maievs Vergangenheit

Für Maiev ist der Weg durch das Verlies persönlich. Jede zerstörte Zelle stellt ihre Lebensaufgabe infrage. Sie hatte Illidan über Kontinente und Welten verfolgt, weil sie glaubte, nur unnachgiebige Wachsamkeit könne weitere Opfer verhindern.

Nun muss sie akzeptieren, dass die Wächterinnen den Krieg nicht allein gewinnen können. Illidans Dämonenjäger, die sie ebenfalls gefangen hielt, werden zu wichtigen Verbündeten gegen die Legion. Aus Gegnern entsteht eine Zusammenarbeit, die früher undenkbar gewesen wäre.

Im tiefsten Bereich wartet Cordana. Sie benutzt die Dunkelheit gegen jene, mit denen sie einst gedient hat, und verteidigt Gul'dans Plan. Ihr Fall beendet ihren Verrat, kann aber nicht rückgängig machen, was durch ihn freigesetzt wurde.

Cordanas Geschichte ist keine plötzliche Verwandlung. Auf Draenor war sie lange der Versuchung ausgesetzt, bis Misstrauen und Erschöpfung ihren Widerstand brachen. Dadurch wird sie zu einer Warnung für einen Orden, der sich selbst für unbestechlich hielt.

Wächterinnen und Dämonenjäger

Nach der Rückeroberung bleibt das Verhältnis zwischen beiden Gruppen angespannt. Maiev vergisst Illidans frühere Verbrechen nicht, erkennt aber die Notwendigkeit seiner Krieger an. Die Dämonenjäger wiederum wissen, dass ihre Methoden Furcht hervorrufen.

Das Verlies markiert deshalb eine Verschiebung. Schutz bedeutet nicht länger nur Einsperren. Gegen eine Invasion, die Gefängnisse von innen bricht, müssen selbst jene zusammenarbeiten, die einander jahrtausendelang als Gefahr betrachtet haben.