Maievs Wächterin
Cordana Felsong diente den Wächterinnen unter Maiev Schattensang. Als Khadgar durch das Dunkle Portal auf das alternative Draenor zog, begleitete sie ihn. Ihre Aufgabe war Schutz und Beobachtung. Der Erzmagier war mächtig, aber Macht schützte nicht vor einem Dolch im Rücken oder davor, bei der Jagd auf Gul'dan jede Grenze zu übersehen.
Zwischen Cordana und Khadgar entstand Vertrauen. Sie kämpften gegen den Schattenrat und suchten nach dessen verborgenem Meister. Cordana war dabei nicht bloß Leibwache. Sie widersprach Khadgar, als seine Entschlossenheit ihn in Richtung Grausamkeit führte, und erinnerte ihn daran, dass ein Sieg gegen Gul'dan nicht jede Methode rechtfertigte.
Garona und der Herrschaftsorb
Gul'dan lenkte Garona Halborcen durch Magie. Nachdem sie Khadgar vergiftet hatte, wurde sie gefangen. Cordana hielt den Erzmagier davon ab, die Assassinin zu foltern. Gemeinsam nutzten sie einen Herrschaftsorb des Schattenrats, um Garonas Willen zu befreien.
Der Erfolg enthielt bereits Cordanas Fall. Sie nahm den Orb an sich, um ihn zu zerstören. Doch das Werkzeug der Kontrolle war nicht passiv. Gul'dan erreichte sie durch seinen Einfluss. Die Wächterin, die Garonas Freiheit verteidigt hatte, wurde ausgerechnet von demselben Gegenstand unterwandert.
Ein Verrat aus der Nähe
Als Cordana Folianten des Chaos vernichten sollte, versuchte sie stattdessen, weitere Macht an sich zu bringen. Nach einem Kampf floh sie durch ein Dämonenportal und kündigte die kommende Invasion an. Für Khadgar war ihr Verrat nicht nur militärischer Verlust. Die Person, die ihn vor moralischer Blindheit gewarnt hatte, stand nun auf Gul'dans Seite.
Gul'dans Verderbnis wirkte, weil Cordana Zugang, Pflichtgefühl und Nähe besaß. Er brauchte keine fremde Agentin einzuschleusen. Er drehte eine vertrauenswürdige Wächterin um. Damit wurde jede Erinnerung an gute Zusammenarbeit zur Frage, wann die Veränderung begonnen hatte und ob jemand sie hätte bemerken müssen.
Das Verlies der Wächterinnen
Cordana führte Gul'dan zum Verlies auf den Verheerten Inseln. Dort lagen Illidans Leichnam und seine gefangenen Dämonenjäger. Gul'dan stahl den Körper, den die Legion später als Gefäß für Sargeras benutzen wollte. Cordana verwandelte einen der am stärksten bewachten Orte der Nachtelfen in das Tor zum nächsten Abschnitt der Invasion.
Nach dem Angriff übernahm sie Kräfte im Verlies und verdarb weitere Dämonenjäger zu Teufelsgeschworenen. Ehemalige Gefangene mussten sich ihren eigenen Wächtern stellen. Der Ort, der durch Kontrolle Sicherheit versprochen hatte, zeigte nun, wie gefährlich ein System wird, wenn eine einzige korrumpierte Hüterin seine Schlüssel kennt.
Das Ende im Gewölbe
Streiter drangen in das Verlies ein und besiegten Cordana. Ihr Tod machte den Schaden nicht rückgängig. Illidans Körper war fort, Wächterinnen waren gefallen, und die Legion kannte Wege, die verborgen bleiben sollten.
Cordanas Geschichte ist tragisch, weil ihre früheren Entscheidungen nicht falsch gewesen waren. Sie hatte Garona als Opfer erkannt und Folter verhindert. Gerade der Versuch, das Werkzeug ihrer Versklavung zu beseitigen, brachte es in ihre Hände. Ihr Fall lehrt keine bequeme Moral, nach der Mitgefühl Schwäche sei. Er zeigt, dass selbst eine gerechte Entscheidung Schutz, Hilfe und Wachsamkeit braucht, damit jemand die gefährliche Last danach nicht allein trägt.