Der letzte sichere Halt im Süden
Am Chillwindpass endet das Alteracgebirge und der Weg öffnet sich zu den Westlichen Pestländern. Nach dem Fall Lordaerons wurde hier ein kleines Lager errichtet. Wer weiter nach Norden zog, ließ die vergleichsweise sicheren Berge hinter sich und betrat ein Land aus verseuchten Feldern, Untoten und zerfallenen Städten.
Das Lager war nie eine große Festung. Gerade deshalb zeigt es, wie der Krieg gegen die Geißel tatsächlich geführt wurde: von wenigen Wachen, Kundschaftern und Heilern, die einen Weg offenhielten, obwohl hinter ihnen kein unversehrtes Königreich mehr stand.
Darion Mograines Weg nach Naxxramas
Im Jahr nach dem Dritten Krieg führte Lord Maxwell Tyrosus hier Kräfte der Argentumdämmerung. Darion Mograine kam in das Lager, nachdem sein Vater Alexandros in Naxxramas gefallen und als untoter Diener zurückgekehrt war. Er suchte Freiwillige für einen nahezu aussichtslosen Angriff auf die Nekropole.
Von Chillwind aus brach die Gruppe auf, um Alexandros' Seele zu befreien. Der Feldzug verband das kleine Lager mit der Geschichte des Aschenbringers und der Familie Mograine. Der Ort wurde zum stillen Ausgangspunkt einer Entscheidung, die später zur Entstehung der Todesritter der Schwarzen Klinge beitragen sollte.
Ein Vorposten der Rückkehr
Später nutzten Allianz und Argentumkräfte das Chillwindlager als Basis für Einsätze in Andorhal, Scholomance und den umliegenden Pestländern. Nach dem Kataklysmus begann sich die Region teilweise zu erholen, doch der Zugang blieb militärisch wichtig.
Das Lager steht nicht für die Eroberung eines Landes, sondern für seine langsame Rückgewinnung. Von hier aus gingen kleine Gruppen in Orte, die einst zum Alltag Lordaerons gehört hatten. Jeder zurückgelegte Weg war ein Versuch, aus dem Reich der Geißel wieder bewohnbares Land zu machen.