Ein Grubenlord vor dem Sonnenbrunnen
Brutallus gehörte zu den Grubenlords, jenen gewaltigen Dämonen, die Legionen nicht durch Diplomatie, sondern durch Furcht und körperliche Übermacht führten. Als Kil'jaeden durch den Sonnenbrunnen nach Azeroth gerufen werden sollte, bewachte Brutallus den Weg in das Innere des Plateaus. Seine Aufgabe war einfach: Jede Gegenwehr sollte an ihm zerbrechen, bevor sie das Ritual erreichen konnte.
Die blaue Drachin Madrigosa stellte sich Brutallus auf Quel'Danas entgegen. Sie versuchte, den Grubenlord mit Frost einzuschließen und den Vormarsch der Legion aufzuhalten. Brutallus sprengte das Eis, verspottete ihre Magie und tötete sie. Der Sieg war mehr als eine Demonstration seiner Stärke. Er ließ einen mächtigen Drachenleib inmitten der vom Teufel verseuchten Anlage zurück.
Ein Tod reicht der Legion nicht
Aus Madrigosas Leichnam stieg Teufelsruch auf, ein untoter Drache, dessen Frostmagie von grünem Teufelsfeuer durchsetzt war. Damit verwandelte die Legion Brutallus' Opfer unmittelbar in die nächste Verteidigungslinie. Der Vorgang zeigte die Logik des Sonnenbrunnenplateaus: Gefallene Feinde waren nicht nur beseitigt, sondern konnten als Material für eine weitere Waffe dienen.
Die Zerschmetterte Sonne musste Brutallus überwinden, um tiefer in das Plateau vorzudringen. Hinter ihm warteten Teufelsruch, die Eredarzwillinge und schließlich Kil'jaedens Beschwörung. Brutallus stand daher an der Schwelle zwischen dem äußeren Feldzug und dem eigentlichen Kampf um den Sonnenbrunnen. Sein Fall öffnete den Weg, nahm der Legion aber noch nicht die bereits geschaffenen Waffen.
Gewalt als Teil eines Systems
Brutallus besitzt keine tragische Entwicklung wie Madrigosa. Seine Bedeutung liegt darin, wie genau er in das System der Legion passt. Er vernichtet Widerstand, andere Diener verwerten die Überreste, und das Ritual geht weiter. Der Grubenlord war deshalb nicht nur ein besonders starker Gegner. Er war das sichtbare Glied einer Kriegsmaschine, die aus jedem Tod sofort den nächsten Angriff formte.