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Boreanische Tundra
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Boreanische Tundra

Die Boreanische Tundra bildet den südwestlichen Zugang nach Nordend. Kalu'ak, Taunka, Neruber und blaue Drachen prägten das Land lange vor der Ankunft von Horde und Allianz und dem Krieg gegen den Lichkönig.

Ein Land, das nur leer erscheint

Die Boreanische Tundra zieht sich vom gefrorenen Meer bis an das Sholazarbecken und den Tausendwintersee. Auf den ersten Blick wirkt sie karg, doch ihre Küsten, heißen Quellen und unterirdischen Ruinen bewahren die Spuren mehrerer Völker. Nerubische Bauten reichen in eine Zeit zurück, bevor die Geißel das Reich Azjol-Nerub zerschlug. An der Küste gründeten die Kalu'ak ihre Häfen, während die mit den Tauren verwandten Taunka im Inneren lernten, den Elementen nicht nur zuzuhören, sondern sie zum Überleben zu zwingen.

Vor der Westküste erhebt sich Kaltarra, die Heimat des blauen Drachenschwarms. Im Osten lag Kaskala, der größte Hafen der Kalu'ak. Weiter nördlich bedrohten die Geißelanlagen Naxxanar und En'kilah die Dörfer der Taunka. Diese Orte gehörten zu einer zusammenhängenden Geschichte Nordends, lange bevor südliche Königreiche ihre Banner an der Küste aufstellten.

Zwei Feldzüge erreichen dieselbe Küste

Als der Krieg gegen den Lichkönig begann, landete die Allianz in der Valianzfeste und die Horde in der Kriegshymnenfeste. Beide kamen mit Armeen, Vorräten und dem Anspruch, Nordend zum Kriegsschauplatz zu machen. Für die Bewohner der Tundra war die Gefahr jedoch längst da. Die Taunka verloren Dörfer an die Geißel, die Kalu'ak wurden von Kvaldir und Naga bedrängt, und Malygos zog arkane Energie in Richtung Kaltarra.

Garrosh Höllschrei führte die Streitkräfte der Horde mit großer Angriffslust. Seine Begegnung mit den Taunka zeigte ihm zugleich ein Volk, das mit den Tauren verwandt war und dennoch eine härtere Beziehung zur Natur entwickelt hatte. Die Allianz fand in Fizzcrank und anderen Außenposten wiederum ein Land vor, in dem Goblintechnik, Titanenruinen und Geißelbefestigungen dicht nebeneinanderlagen.

Drei Kriege in einer Landschaft

Die Tundra wurde nicht von einem einzigen Konflikt beherrscht. Im Westen begann der Nexuskrieg, weil Malygos die Nutzung arkaner Magie durch sterbliche Völker beenden wollte. Im Osten kämpften die Kalu'ak um ihre Küsten, während die Geißel aus ihren Nekropolen nach Süden drängte. Unter der Erde rangen überlebende Neruber gegen die untoten Anub'ar.

Darum ist die Boreanische Tundra mehr als ein Landungsgebiet. Sie zeigt Nordend als bewohnte Welt mit eigenen Kriegen und Erinnerungen. Horde und Allianz betraten keinen leeren Kontinent. Sie gerieten in Geschichten, die bereits begonnen hatten und deren Bewohner nicht bloß auf Rettung aus dem Süden gewartet hatten.