Der Weg nach Der Arkus
Der Arkus bildete unter Suramar ein Netz aus Tunneln, Leitungen, Archiven und uralten Wegen. Durch ihn floss Energie des Nachtbrunnens in die Stadt. Nachtsüchtige suchten dort Zugang für ihren Aufstand, doch Verdorrte, Konstrukte, veränderte Tiere und eine verborgene Invasionsarmee machten das Versorgungssystem zu einem eigenen Schlachtfeld unter Elisandes glänzender Hauptstadt. In Berater Vandros nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Vor zehntausend Jahren lebte Vandros am Hof von Prinz Farondis in Azsuna. Als der Prinz den Brunnen der Ewigkeit zerstören wollte, um die Legion aufzuhalten, verriet Vandros den Plan an Königin Azshara. Er glaubte an ihre Herrschaft oder fürchtete den Aufruhr mehr als die kommende Invasion. Seine Meldung gab der Königin Zeit für eine verheerende Antwort.
Azsharas Strafe über Azsuna
Azshara zerschlug den Gezeitenstein von Golganneth und verfluchte Farondis' Volk zu einer geisterhaften Existenz. Vandros' Entscheidung stand am Anfang dieser Katastrophe, auch wenn die Königin die eigentliche Strafe wirkte. Später schloss er sich den Hochgeborenen Suramars an und lebte hinter einer Barriere weiter, während Azsuna den Preis des Verrats trug.
In Suramar stieg Vandros zum engen Berater Elisandes auf. Nur die Großmagistrix selbst verstand den Nachtbrunnen besser. Seine Kenntnisse reichten über einzelne Zauber hinaus in Leitungen, Zeitwirkungen und die Abhängigkeit der Stadt. Gerade deshalb stieg er gewöhnlich nicht in den Arkus hinab; andere setzten dort um, was er in den Hallen der Macht entschied.
Die Nachtsüchtigen und ihre Verbündeten wurden schließlich zu gefährlich, um sie Untergebenen zu überlassen. Vandros beobachtete ihre Fortschritte und nahm die Angelegenheit selbst in die Hand. Sein Erscheinen zeigte, dass der Aufstand nicht länger als Störung am Rand galt. Einer von Elisandes wichtigsten Denkern musste persönlich verhindern, dass der Arkus ihrer Kontrolle entglitt.
Zeit wird zum Irrgarten
Vandros verlangsamte, beschleunigte und verbannte seine Gegner in entfernte Abschnitte der Anlage. Vertraute Wege lagen plötzlich hinter zeitlicher und räumlicher Entfernung. Die Gruppe musste zueinander zurückfinden, bevor seine Magie den Kampf endgültig trennte. Der Berater nutzte den Arkus wie ein Gedächtnis, dessen Seiten er nach Belieben umblätterte.
Vandros fiel im unterirdischen Netz, das er besser verstand als fast jeder andere. Nach Farondis hatte er erneut eine Herrscherin über jene gestellt, die vor einer größeren Gefahr warnten. Diesmal erreichte der Widerstand ihn rechtzeitig. Sein Tod öffnete den Nachtsüchtigen den Zugang zum Arkus und nahm Elisande einen Berater, der Verrat seit zehntausend Jahren mit Loyalität verwechselte.