Der Hafen an der dunklen Küste
An der westlichen Küste Kalimdors errichteten die Nachtelfen Auberdine auf hölzernen Stegen und zwischen den Bäumen. Von hier fuhren Schiffe nach Rut'theran, zu den östlichen Häfen und zeitweise bis in die Östlichen Königreiche. Der Ort war damit das wichtigste Bindeglied zwischen Teldrassil und dem Festland.
Fischer, Händler, Schildwachen und Reisende lebten in einem Land, das seinen Namen nicht zufällig trug. Nebel, schwarze Strände und Ruinen aus der Zeit vor dem Großen Bruch lagen dicht beieinander. Auberdine war freundlich, aber nie weit von den Narben alter Katastrophen entfernt.
Zwischen Ruinen, Furbolgs und der Verderbnis
Die Bewohner hielten Straßen ins Eschental offen und halfen gegen Furbolgs, die durch Verderbnis und Not feindselig geworden waren. An der Küste erschienen Naga, während im Landesinneren Relikte der Hochgeborenen und Spuren der Alten Götter an sehr viel ältere Konflikte erinnerten.
Für Reisende war Auberdine oft nur ein Hafen. Für seine Bewohner war es ein Außenposten an einer langen, schwer zu sichernden Küste. Jeder sichere Schiffsweg hing davon ab, dass jemand die Stege reparierte, Patrouillen führte und mit den Gefahren des Waldes lebte.
Der Kataklysmus
Als Todesschwinge die Welt erschütterte, traf die Dunkelküste eine Folge von Flutwellen und Erdbrüchen. Auberdine wurde zerstört. Gebäude brachen zusammen, Schiffe wurden fortgerissen und viele Bewohner starben. Die Überlebenden errichteten weiter nördlich Lor'danel, doch der alte Hafen ließ sich nicht zurückholen.
Die Ruinen blieben an der Küste liegen. Später wurden sie erneut vom Krieg erfasst, als Horde und Allianz um die Dunkelküste kämpften. Aus einem lebendigen Verkehrsknoten war ein Erinnerungsort geworden.
Der verlorene Hafen
Auberdine erzählt vom alltäglichen Preis großer Umwälzungen. Der Kataklysmus zerstörte keine anonyme Küstenlinie, sondern einen Ort voller Wege, Arbeit und Beziehungen. Für die Nachtelfen war sein Verlust ein Vorzeichen weiterer Vertreibungen, die noch folgen sollten.