Unter den Sümpfen von Nazmir
Nazmir war schon vor G'huuns offenem Erwachen ein Land aus Feuchtigkeit, Verfall und ständigem neuem Wachstum. Unter seinen Sümpfen lagen Höhlen, in denen organisches Material zusammenströmte. Der Tiefenpfuhl wurde zu einem natürlichen Sammelbecken für Fäulnis.
G'huuns Blut und die Rituale seiner Anhänger veränderten diesen Ort. Pilze, Larven und andere Wesen wuchsen in Formen, die nicht mehr zum gewöhnlichen Kreislauf der Natur gehörten. Verwesung führte nicht zu neuem ausgewogenem Leben, sondern zu immer aggressiverer Ansteckung.
Die Quelle der Verderbnis
Aus dem Tiefenpfuhl konnten Seuchen nach Nazmir gelangen. Was in der Dunkelheit wuchs, blieb nicht dort. Wasser, Tiere und Kultisten trugen die Fäulnis weiter. Damit wurde die Höhle zu einer strategischen Gefahr für Zandalar.
Die Kreaturen im Inneren waren Teil eines Systems. Manche zersetzten, andere verteilten Sporen, wieder andere nährten größere Wesen. Hinter ihnen stand G'huuns Fähigkeit, Krankheit zu einer Form von Herrschaft zu machen.
Die Eindringlinge drangen bis zum entfesselten Scheusal vor, einer verdichteten Masse aus Verderbnis. Mit dessen Niederlage brach das Zentrum des örtlichen Kreislaufs zusammen. Der Tiefenpfuhl hörte auf, in derselben Stärke neue Seuche hervorzubringen.
Vollständig heil wurde Nazmir dadurch nicht. G'huun lebte weiter in Uldir, und seine Blutkulte waren über den Sumpf verteilt. Die Höhle war eine Wunde innerhalb einer größeren Wunde.
Fäulnis als Herrschaft
Der Tiefenpfuhl erklärt G'huuns Macht anschaulicher als jede Prophezeiung. Der Blutgott musste kein Königreich mit Straßen und Gesetzen bauen. Er verwandelte Körper und Landschaft so, dass alles neue Leben ihm diente.
Der Kampf dort war deshalb eine notwendige Vorbereitung auf Uldir. Wer nur den Kult bekämpfte, ließ seine biologische Grundlage bestehen. Erst die Zerstörung der Brutstätten und schließlich G'huuns eigener Fall konnten den Kreislauf unterbrechen.