Der Weg nach Der Tiefenpfuhl
Unter Nazmir sickerte G'huuns Verderbnis aus Uldir in ein Geflecht aus Höhlen, Blut und wucherndem Pilzleben. Im Tiefenpfuhl war Fäulnis keine Spur mehr, sondern ein eigener Lebensraum. Blutkulte, befallene Tiere und wandelnde Körper bereiteten eine Seuche vor, die nicht in der Dunkelheit bleiben sollte. In Entfesselte Monstrosität nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Leaxa hatte G'huun verehrt, Felsschlund hatte seine Parasiten getragen und Zancha war als Leichnam weitergegangen. Die Entfesselte Monstrosität stand am Ende dieser Reihe. Sie war nicht mehr eindeutig Opfer oder Priester. Ihr Leib bestand aus jener Fäulnis, die aus Uldir in Nazmirs Untergrund gesickert war, und ihr einziger Zweck war die Infektion allen Lebens.
Eine Barriere aus Blut
Gewöhnliche Angriffe trafen die Monstrosität, konnten sie aber nicht unmittelbar verletzen. Eine Blutbarriere nahm die Gewalt auf und verwandelte sie in Energie. Je entschlossener die Gruppe zuschlug, desto voller wurde der verderbte Kreislauf. Der Feind machte aus Widerstand Nahrung. Um ihn zu töten, musste man verstehen, wohin diese aufgenommene Kraft als Nächstes floss.
War die Barriere gesättigt, stießen mehrere Blutgesichter aus dem Körper. Diese Gestalten waren durch einen tödlichen Bund mit der Monstrosität verbunden. Ihr Tod verletzte das Ganze, aus dem sie hervorgegangen waren. Die Gruppe konnte den Kern nicht direkt brechen, wohl aber seine abgespaltenen Formen vernichten und den Schmerz über die Verbindung zurück in die geschützte Masse leiten.
Fauliges Blut zählt jede Verzögerung
Die Monstrosität belegte ihre Gegner mit fauligem Blut. Die Verderbnis sammelte sich, wurde mit der Zeit stärker und drohte die ganze Gruppe zu überrennen. Im letzten Raum gab es keinen langen, sicheren Abnutzungskampf. Jeder neue Makel bewies, dass die Kreatur ihr Ziel bereits während der Schlacht erfüllte. Selbst wenn sie später fiel, konnte sie in den Körpern ihrer Gegner weiterbestehen.
Der Titanenhüter Hezrel begleitete die Eindringlinge und erkannte in der Monstrosität ein Ausbrechen jener Verderbnis, die Uldir einschließen sollte. Sein reinigendes Licht entfernte fauliges Blut, und seine Kräfte halfen, die losgelösten Auswüchse zu vernichten. Die Schöpferanlagen der Titanen hatten G'huun hervorgebracht; nun stellte sich einer ihrer Hüter gegen die Folgen dieses Versagens.
Reinigung braucht ein offenes Ziel
Hezrels Licht allein konnte die Blutbarriere nicht einfach auslöschen. Erst das Zusammenspiel aus Angriff, hervorgebrochenen Blutgesichtern und Reinigung schuf einen Weg. Die Gefährten mussten die Monstrosität zur Teilung zwingen, ihre Abbilder töten und zugleich verhindern, dass die Seuche in ihnen selbst Wurzeln schlug. Vernichtung und Heilung waren keine getrennten Aufgaben mehr, sondern zwei Hälften derselben Rettung.
Mit dem letzten Blutgesicht brach auch die Monstrosität zusammen. Der unmittelbare Ausbruch war gestoppt, doch G'huun lebte weiter in Uldir und in den Kulten Nazmirs. Der Tiefenpfuhl hatte gezeigt, was geschehen würde, wenn seine Fäulnis die Oberfläche erreichte: Glaube, Tier, Leichnam und Element würden nacheinander zu Trägern. Die Reinigung war deshalb kein Ende, sondern eine Warnung vor dem Kampf im Herzen der Titanenanlage.