Eine Expedition in eine sterbende Welt
Als sich das Dunkle Portal erneut öffnete, folgten nicht nur Heere dem Weg in die Scherbenwelt. Auch der Zirkel des Cenarius entsandte Druiden und Forscher. Sie wollten verstehen, wie eine Welt weiterlebt, nachdem ihre Kontinente auseinandergerissen, ihre Gewässer vergiftet und große Teile ihrer Natur durch Felmagie verändert worden waren. Aus dieser Mission entstand die Expedition des Cenarius, die unter der Leitung von Ysiel Windsängerin weitgehend eigenständig handelte.
Ihr bedeutendster Stützpunkt entstand in den Zangarmarschen. Die Zuflucht lag zwischen gewaltigen Pilzen und flachen Seen, also mitten in jenem Ökosystem, dessen Zustand die Expedition untersuchen wollte. Sie war kein sicherer Beobachtungsposten am Rand der Gefahr. Jede Veränderung des Wassers, jede ausbleibende Tierwanderung und jedes kranke Gewächs zeigte den Forschern unmittelbar, wie rasch die Scherbenwelt weiter zerfiel.
Lady Vashjs Griff nach dem Wasser
Bald wurde deutlich, dass nicht alle Schäden natürliche Folgen des Zerbrechens waren. Die Naga unter Lady Vashj errichteten im Echsenkessel ein Netz aus Pumpen und Reservoirs. Sie entzogen den Marschen Wasser und brachten damit Sporenlinge, Tiere, Pflanzen und Siedlungen in Abhängigkeit. Für die Expedition war dies mehr als ein Streit um eine Ressource: Eine bereits schwer verwundete Landschaft wurde absichtlich weiter aus dem Gleichgewicht gebracht.
Von der Zuflucht aus führten die Druiden Untersuchungen und Gegenangriffe. Sie suchten nach den Ursachen des sinkenden Wasserspiegels, halfen bedrohten Bewohnern und verfolgten die Spur bis zu Vashjs Anlagen. Die Expedition begegnete dabei einer Natur, die nicht einfach in einen früheren Zustand zurückkehren konnte. Ihre Aufgabe bestand zunächst darin, weiteres Sterben zu verhindern und herauszufinden, welche Lebensräume sich überhaupt noch retten ließen.
Ein neuer Auftrag des Zirkels
Die Arbeit in den Zangarmarschen veränderte den Zirkel des Cenarius. Auf Azeroth hatte er vor allem Wälder und heilige Haine bewahrt. In der Scherbenwelt musste er erstmals eine ganze zerstörte Welt als zusammenhängenden Lebensraum betrachten. Nachtelfen, Tauren und andere Mitglieder arbeiteten dabei fern ihrer alten politischen Gegensätze zusammen.
Die Zuflucht wurde so zum Ausgangspunkt einer breiteren Aufgabe. Von hier reichte der Blick nach Nagrand, in den Schergrat und bis in das Schattenmondtal. Überall fanden sich andere Formen derselben Katastrophe: vergiftete Erde, gestörte Elementargeister und Mächte, die aus dem Mangel Gewinn zogen. Die Expedition des Cenarius blieb, weil Draenors Geschichte nicht mit seinem Zerbrechen geendet hatte.