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Zornschwinge die Ungezähmte
Bosse

Zornschwinge die Ungezähmte

Zornschwinge war ein gewaltiger Protodrachen, den der Drachenmalklan im Schattenhochland aufgezogen, aber nie gebrochen hatte. Nur zu Kriegsfürstin Zaela entwickelte sie eine enge Bindung. Aus eigenem Willen folgte sie ihr in die Obere Schwarzfelsspitze und machte die tiefen Hallen zu ihrem Hort.

Der Weg nach Obere Schwarzfelsspitze

Die Obere Schwarzfelsspitze war schon vor dem Eisernen Marsch ein Ort, an dem Orcarmeen, Drachenbrut und fremde Herrschaft ineinandergriffen. Nach Nefarians Fall blieben Hallen, Runen und Eier zurück. Jahre später besetzten Kriegsfürstin Zaela und die Vorhut der Eisernen Horde die Festung erneut. Sie machten aus der Ruine ein Sprungbrett für eine zweite Invasion Azeroths und bewaffneten alte Gefahren mit neuem Wissen. In Zornschwinge die Ungezähmte nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Der Drachenmalklan hatte eine lange und grausame Geschichte im Umgang mit Drachen. Fesseln, Artefakte und erzwungene Unterwerfung machten aus stolzen Wesen Reittiere für den Krieg. Zornschwinge wuchs im Schattenhochland unter diesem Blick auf. Sie wurde gefüttert und großgezogen, aber jede Fürsorge stand unter der Erwartung, dass ihr Leib eines Tages einem Reiter gehören sollte.

Je größer der Protodrachen wurde, desto deutlicher zeigte sich die Grenze der Gewalt. Zornschwinge ließ sich nicht zuverlässig zähmen. Ihr unbezwingbarer Wille bewahrte sie davor, wie ein Werkzeug gesattelt zu werden. Der Beiname der Ungezähmten war deshalb keine romantische Verzierung. Er erinnerte den Drachenmalklan daran, dass selbst jahrelange Aufzucht keinen Anspruch auf Gehorsam schuf.

Die Bindung zu Zaela

Ausgerechnet zu Kriegsfürstin Zaela entwickelte Zornschwinge eine enge Beziehung. Diese Verbindung unterschied sich von der üblichen Unterwerfung des Klans. Der Protodrachen folgte ihr nicht, weil sein Wille ausgelöscht worden war, sondern weil er ihre Nähe duldete und offenbar selbst wählte. Gerade darin lag für Zaela eine Macht, die Ketten nie vollständig herstellen konnten.

Als Zaela die Obere Schwarzfelsspitze besetzte, folgte Zornschwinge ihr aus dem Schattenhochland. Die gewaltigen Höhlen boten Wärme, Tiefe und Raum für ihre Brut. Zwischen alten Drachenexperimenten und den Soldaten des Eisernen Marsches entstand ein neuer Hort. Die Festung vereinte damit erneut Orcambitionen mit einer Drachenmacht, die in ihren Mauern nie ganz verschwunden war.

Zornschwinge stellte die Eindringlinge auf einer schmalen Brücke, über der kaum Raum zum Ausweichen blieb. Aus der Tiefe stieg sie empor, strich an der Seite entlang und überzog ganze Abschnitte mit Feuer. Jungtiere drängten hinzu, während Magmaspeichel sichere Flächen nahm. Erst schwer verwundet landete sie und setzte Klauen und Gewicht unmittelbar ein.

Der Weg zu Zaela öffnet sich

Mit Zornschwinges Tod verlor Zaela mehr als eine Wächterin. Ein Wesen, das sich dem ganzen Drachenmalklan widersetzt und dennoch ihr freiwillig gefolgt war, fiel kurz vor dem innersten Abschnitt der Festung. Die Brut konnte den Verlust nicht ausgleichen. Hinter der Brücke wartete die Kriegsfürstin mit ihrem eigenen Plan, doch die mächtigste persönliche Bindung, die sie in den Schwarzfels begleitet hatte, war bereits zerrissen.