Ehre und StärkeBlackmoore
Kriegsfürstin Sargha
Bosse

Kriegsfürstin Sargha

Sargha führte die Qalashidjaradin in Neltharus und suchte im Hort des schwarzen Drachenschwarms nach einer Macht für den Krieg gegen dessen Erben. Zwischen geschmolzenem Gold und verfluchten Artefakten errichtete sie einen Magmaschild. Erst die Waffen des geplünderten Drachenhorts selbst konnten diesen Schutz durchbrechen.

Der Weg nach Neltharus

Neltharus lag unter der Obsidianzitadelle und hatte dem schwarzen Drachenschwarm als Hort, Kaserne und Schmiede gedient. Als die Djaradin aus ihrem Schlaf erwachten, fanden sie die Anlage verlassen und erklärten ihre Geheimnisse zum Eigentum der Qalashi. Bald wurden alte Drachenwaffen neu geschmiedet, Experimente an Bestien erprobt und die Schätze Neltharions für den nächsten Krieg gegen seine Nachkommen durchsucht. In Kriegsfürstin Sargha nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Sargha führte jene Djaradin, die Neltharus besetzt und die Anlage in einen Ausgangspunkt ihres Krieges verwandelt hatten. Ihr Ziel war größer als die Verteidigung eines eroberten Gewölbes. Sie suchte alles, was den Qalashi erlauben würde, Drachen zuverlässiger zu töten und ihren Anspruch auf die Obsidianzitadelle auszuweiten. Jeder Raum wurde danach beurteilt, welche Macht er ihrem Klan liefern konnte.

Der Hort des schwarzen Schwarms

Im Herzen Neltharus' lagen Schätze, magische Geräte und Erinnerungen an Neltharions Herrschaft. Für Sargha war der Hort kein Denkmal eines gefallenen Aspekts. Er war ein Arsenal, das seine früheren Besitzer töricht zurückgelassen hatten. Wenn Drachen ihre Macht in Gegenstände banden, sollten dieselben Gegenstände nun beweisen, dass die Djaradin würdiger waren, sie zu führen.

Sargha schleuderte geschmolzenes Gold auf ihre Gegner. Nach dem Erkalten blieb es als harte Masse zurück, ein Zeichen dafür, wie rasch Reichtum unter ihrer Herrschaft zur Last wurde. Auch die Umgebung brach in Magmaeruptionen auf, und brennende Glut verfolgte einzelne Ziele. Der Hort verteidigte niemanden aus eigenem Willen; Sargha machte aus seinem Material eine Waffe.

Der Magmaschild

Bei voller Energie hüllte die Kriegsfürstin sich in eine mächtige Schicht aus Magma. Während der Schild stand, stießen wiederkehrende Flammen durch die ganze Gruppe und wurden mit jedem Ausbruch gefährlicher. Gewöhnliche Angriffe reichten nicht aus. Die Gefährten mussten in den Schatzhaufen nach magischen Geräten suchen, obwohl jeder Griff in den Drachenhort einen Fluch auf den Träger legte.

Zwischen Gold und Relikten lagen ein Stab der Verneinung, antimagichemische Bomben und eine Rose mit gespeicherter Macht. Jedes Werkzeug beschädigte Sarghas Schild auf eigene Weise. Die Gruppe benutzte damit genau jene Geheimnisse gegen die Kriegsfürstin, die sie für ihren Klan hatte beanspruchen wollen. Der Hort entschied nicht, wer rechtmäßig war; seine Gegenstände gehorchten demjenigen, der sie im richtigen Augenblick verstand.

Der Fluch des Drachenhorts

Jede aufgenommene Waffe belastete den Träger mit einem Fluch. Macht blieb nicht kostenlos, auch wenn sie offen zwischen Schätzen lag. Wer zu viele Geräte an sich nahm, wiederholte Sarghas eigenen Fehler im Kleinen: Er glaubte, mehr Besitz bedeute automatisch mehr Kontrolle. Die Gefährten mussten die Werkzeuge verteilen und den Preis gemeinsam tragen.

Unter den Relikten brach der Magmaschild, bevor seine Feuereruptionen die Gruppe vollständig verbrannten. Ohne die Barriere blieb Sargha eine erfahrene Kriegerin, aber nicht länger die unberührbare Herrin des Horts. Ihre Glut konnte verfolgt, ihr Gold umgangen und ihre Macht mit Gegenständen beantwortet werden, die sie selbst für erobert gehalten hatte.

Neltharus bleibt voller Geheimnisse

Sarghas Tod beendete die unmittelbare Herrschaft der Qalashi über den inneren Hort. Chargaths Ausbildung, Goreks Waffen und das Experiment an Magmahauer hatten jedoch gezeigt, wie viel bereits aus Neltharions Anlage gelernt worden war. Ein Sieg konnte nicht jedes Wissen aus den Händen der Djaradin nehmen. Neltharus blieb deshalb zugleich befreiter Ort und Warnung: Verlassene Macht wartet selten geduldig auf ihre rechtmäßigen Erben.