Ehre und StärkeBlackmoore
Seelenfetzer Dormazain
Bosse

Seelenfetzer Dormazain

Seelenfetzer Dormazain war ein Foltermeister des Sanktums. In seinen Kammern versuchte er, Garrosh Höllschreis ungebrochenen Stolz in Anima und Gehorsam zu verwandeln. Der Orc verweigerte ihm beides und vernichtete am Ende seine eigene Seele, um Dormazain mit in den Untergang zu reißen.

Der Foltermeister

Dormazain gehörte zu jenen Dienern Zovaals, die Seelen nicht nur bewachten, sondern systematisch brachen. Das Sanktum war voller Gefangener, deren Erinnerungen, Sünden und Kräfte ausgebeutet wurden. Dormazain verstand Schmerz als Werkzeug. Er wollte aus Widerstand Energie und aus Persönlichkeit Gehorsam machen.

Seine Opfer waren für ihn keine Menschen, Orcs oder früheren Herrscher mehr. Sie waren Vorräte. Gerade starke Seelen waren wertvoll, weil ihr Widerstand große Mengen Anima freisetzen konnte. Deshalb wurde Garrosh Höllschrei in seine Kammer gebracht.

Garrosh in Ketten

Garrosh hatte als Kriegshäuptling unzählige Verbrechen begangen. Er hatte Pandaria verwüstet, das Herz Y'Shaarjs benutzt und die Horde seinem Bild von Stärke unterwerfen wollen. Nach seinem Tod gelangte seine Seele nach Revendreth, wo Läuterung möglich gewesen wäre. Denathrius übergab ihn jedoch an den Schlund.

Dormazain folterte Garrosh, um seinen Stolz zu ernten. Doch Reue und Unterwerfung waren nicht dasselbe. Garrosh erkannte seine Schuld nicht in jener Weise an, die seine Opfer verdient hätten; zugleich weigerte er sich, Zovaal zu dienen. Sein Stolz blieb zerstörerisch, aber er gehörte weiterhin ihm.

Der letzte Ausbruch

Als die Angreifer Dormazain stellten, hing Garrosh in Ketten über der Kammer. Der Foltermeister benutzte seine gequälte Seele als Kraftquelle und Waffe. Mit jedem Angriff wurde sichtbarer, dass Garrosh nicht gerettet werden konnte, solange Dormazains Apparat bestand.

Schließlich riss Garrosh die verbliebene Kraft an sich. Er erklärte, dass er seine Entscheidungen selbst getroffen habe und sich keinem Herrn beugen werde. Dann entlud er seine Seele in einem letzten Angriff, vernichtete Dormazain und verging. Es war keine Entschuldigung und keine Läuterung. Es war die letzte Verweigerung eines Mannes, der selbst im Tod niemandes Werkzeug sein wollte.

Kein einfacher Abschluss

Dormazains Tod beendete die Folterkammer, doch Garroshs Ende blieb widersprüchlich. Er half, einen Diener des Kerkermeisters zu vernichten, ohne die Verantwortung für seine eigene Tyrannei wirklich anzunehmen. Mut im letzten Augenblick löschte die Opfer seiner Herrschaft nicht aus.

Gerade deshalb ist die Szene wichtig. Zovaal wollte jede Seele auf eine Funktion reduzieren. Garrosh entzog sich ihm, aber nicht durch moralische Einsicht. Sein letzter Akt bewahrte die Eigenständigkeit, die ihn zeitlebens geprägt hatte, mitsamt all ihrer Stärke und all ihrer zerstörerischen Blindheit.