Der Weg nach Tempel von Atal'Hakkar
Der Tempel von Atal'Hakkar sank in den Sümpfen des Elends, doch das Wasser begrub weder den Glauben der Atal'ai noch ihren Plan. In den versunkenen Hallen bewahrten untote Priester, Geister und Wächter die Rituale für Hakkars Rückkehr. Yseras grüner Drachenschwarm sollte das Heiligtum überwachen, geriet aber selbst in den Einfluss des Smaragdgrünen Alptraums. So wurde der Tempel zu einem Ort, an dem zwei Formen der Verderbnis einander nicht aufhoben, sondern gegenseitig tiefer in die Welt zogen. In Schlitzer erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Schlitzer stand nicht allein. Mit Hukku, Loro, Mijan, Zolo und Zul'Lor gehörte er zu einer Gruppe benannter Atal'ai, die in den oberen Bereichen des Tempels wachten. Einige erschienen als Geister, andere als Untote. Gemeinsam zeigten sie, dass Jammal'ans Kult seine frühere Führung nicht bestattete, sondern als dauerhafte Besatzung zwischen Altären und überschwemmten Gängen erhielt.
Ein Name, der nur die Klinge bewahrt
Von Schlitzers Herkunft, seinem Rang und dem Augenblick seines Todes erzählen die Quellen nichts Belastbares. Sein deutscher Name beschreibt die Gewalt, mit der er erinnert wurde, nicht den Menschen, der er vorher gewesen sein mag. Darin liegt eine Grenze, die der Eintrag respektiert: Aus einer fehlenden Biografie wird kein erfundener Held, sondern die sichtbare Leerstelle eines Kultes, der Personen auf ihre Funktion reduzierte.
Schlitzer trug eine bernsteinfarbene Voodoofeder. Solche Federn wurden außerhalb des Tempels für unterschiedliche Aufgaben begehrt, von trollischer Voodooforschung bis zur Herstellung eines mächtigen Steins. Dadurch endete sein Einfluss nicht mit dem Kampf. Fremde nahmen ein Zeichen atal'aiischer Magie aus den Hallen und verwandelten es in ein Werkzeug für ihre eigenen Ziele.
Pflicht über den Tod hinaus
Schlitzers Niederlage löschte einen der sechs Wächter aus der alten Ordnung. Sie beantwortete nicht, ob er Hakkars Rückkehr aus Überzeugung ersehnte oder nach dem Tod überhaupt noch wählen konnte. Gerade diese Ungewissheit gehört zum Tempel. Zwischen fanatischen Priestern und gebundenen Geistern ist kaum zu erkennen, wo Glaube endet und die Macht beginnt, die einen Toten weiterhin handeln lässt.