Der Weg nach Managruft
Die Managruft war ein aufgebrochener Flügel der draenischen Totenstadt Auchindoun. Nachdem Murmurs Ankunft das Heiligtum zerrissen hatte, behandelten Nexusprinz Shaffar und seine Astralen die Gräber als Lager aus Reichtum und arkaner Energie. Zwischen gebundenen Leerenwesen, erwachten Kolossen und Illidans zweifelhaften Geschenken wurde Erinnerung dort zur Ware. In Pandemonius erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Herzog des Chaos, Völkerfresser und Weltenvernichter waren keine höfischen Titel. Jeder Name bewahrte die Erinnerung an Orte, an denen Pandemonius nicht als Wächter in einer Gruft gestanden hatte, sondern als Gewalt, die ganze Gemeinschaften verschlang. Seine Rüstung gab der Leere eine Gestalt, doch der Hunger darin kannte keine natürliche Grenze.
Unter Dimensius
Pandemonius diente als Befehlshaber unter Dimensius dem alles Verschlingenden. Als dessen Leerenmacht K'aresh verheerte, verloren die späteren Astralen ihre körperliche Form und mussten sich in verzauberte Binden hüllen. Für sie war Pandemonius daher kein unbekanntes Ungeheuer. Er gehörte zu jener Katastrophe, die ihr Volk überhaupt erst zu dem gemacht hatte, was es nun war.
Nexusprinz Shaffar gelang es, den Leerenfürsten zu binden. Darin lag eine bittere Umkehr: Ein Astraler zwang einen früheren Diener des Vernichters von K'aresh in den eigenen Dienst. Shaffar suchte jedoch keine Gerechtigkeit für die verlorene Welt. Er brauchte Macht, um Konkurrenten fernzuhalten und seine Plünderung der draenischen Gräber abzusichern.
Ein Gefangener am Eingang
Pandemonius stand im ersten tiefen Abschnitt der Managruft. Seine Anwesenheit warnte jeden Eindringling, dass Shaffars Unternehmen weit über gewöhnliche Grabräuber hinausging. Der Nexusprinz hatte eine kosmische Bedrohung dort angekettet, wo die Draenei ihre Toten bestattet hatten. Zwei fremde Katastrophen lagen damit in derselben Halle übereinander.
Der Leerenfürst stieß Wellen dunkler Energie aus und konnte Angriffe zurückschleudern, als verweigere sein Körper selbst die Richtung, in der Gewalt gewöhnlich wirkt. Wer unbedacht gegen ihn schlug, erhielt die eigene Kraft zurück. Pandemonius machte Verteidigung so zu einem Spiegel seines Wesens: Alles, was ihn erreichen wollte, drohte von der Leere verschlungen und gegen seinen Ursprung gewendet zu werden.
Keine Heimat in der Gruft
Mit Pandemonius' Fall verlor Shaffar seine gewaltigste erste Wache. Für den Leerenfürsten endete damit auch eine zweite Form der Knechtschaft. Er war weder in K'aresh noch in Auchindoun ein Bewohner gewesen, der einen Ort schützen wollte. Erst hatte er Welten für Dimensius verschlungen, dann musste er fremde Gräber für Shaffar bewachen. Sein Ende ließ keinen Thron leer, nur eine Bindung.