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Mondwachenfestung
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Mondwachenfestung

Die Mondwachenfestung bewahrt einen Orden arkaner Beschützer aus dem alten Kaldorei-Reich. Als Truppen der Nachtgeborenen die Anlage angreifen, verlieren die Überlebenden ihre Heimat und finden erst bei Thalyssras Rebellen einen neuen Anfang.

Die Festung eines uralten Ordens

Im Norden Suramars erhob sich die Mondwachenfestung über bewaldeten Hängen und tiefen Schluchten. Sie war der Stammsitz der Mondwache, eines arkanen Ordens, der lange vor dem Krieg der Ahnen gegründet worden war. Seine Magier dienten als Beschützer und Friedenswahrer des kaldoreiischen Reiches. Sie unterstanden keinem gewöhnlichen Adelshaus, sondern allein Königin Azshara. Diese Nähe zum Thron verlieh ihnen hohes Ansehen, band ihre Aufgabe aber zugleich an eine Herrscherin, deren eigener Hof immer tiefer in Hochmut und verbotene Magie geriet.

Während des Krieges der Ahnen operierte die Mondwache von Suramar aus. Ihre Mitglieder kämpften gegen die Brennende Legion und schlossen sich der Widerstandsbewegung an. Illidan Sturmgrimm führte zeitweise einen Teil des Ordens und nutzte dessen vereinte arkane Kraft im Kampf. Der Große Bruch zerstörte das alte Reich, doch die Mondwache verschwand nicht vollständig. In ihrer abgelegenen Festung bewahrten Überlebende Ausbildung, Siegel und Erinnerungen, während sich Suramar hinter seiner Barriere veränderte.

Der Angriff der Nachtgeborenen

Als Elisande sich mit der Legion verbündete, wurde die unabhängige Mondwache zur Bedrohung. Ihre Magier verfügten über altes Wissen und mussten der Großmagistrix nicht gehorchen. Bewaffnete Truppen der Nachtgeborenen griffen die Festung an, raubten arkane Siegel und töteten einen großen Teil des Ordens. Die Verteidiger kämpften auf vertrautem Boden, konnten aber nicht verhindern, dass ihre Hallen fielen und die wenigen Überlebenden aus ihrer Heimat gedrängt wurden.

Lothrius Mooncaller gehörte zu jenen, die den Untergang überstanden. Die Geretteten standen vor einer Entscheidung, die viele uralte Gemeinschaften Suramars traf: Sie konnten an einem verlorenen Ort sterben oder ihre Tradition in eine neue Gemeinschaft tragen. Thalyssra nahm sie in Shal'Aran auf. Damit verbanden sich zwei Gruppen, die aus sehr unterschiedlichen Gründen außerhalb von Elisandes Ordnung standen. Die Nachtgefallenen kämpften gegen Entzug und Verbannung; die Mondwache gegen die Vernichtung ihrer politischen und magischen Unabhängigkeit.

Eine neue Aufgabe nach dem Verlust

Von Shal'Aran aus half die Mondwache der Rebellion. Ihr Wissen war nicht nur militärisch wertvoll. Der Orden kannte Formen alter Magie, die selbst viele Nachtgeborene nur noch aus Archiven kannten. Kalecgos erkannte diese Bedeutung und hielt die Überlebenden auch für wichtige Verbündete bei der Stärkung arkaner Artefakte. Unter Lothrius begann die Mondwache, ihre Reihen und ihre Aufgabe neu zu ordnen.

Die Festung blieb das sichtbare Zeichen ihres Verlusts. Ihre Eroberung zeigte, dass Elisandes Regime nicht nur Nahrung und gesellschaftlichen Rang kontrollierte. Es beseitigte auch Institutionen, deren Loyalität nicht vollständig dem Palast gehörte. Die Legion verstärkte diesen Zwang, weil sie jedes unabhängige Wissen als Hindernis für ihre Herrschaft betrachtete.

Nach der Befreiung Suramars bestand die Mondwache weiter. Sie war jedoch nicht mehr derselbe abgeschlossene Orden, der einst allein Azshara gedient hatte. Nachtelfen und Nachtgeborene trugen nun gemeinsam seine Tradition. Die Festung erzählt deshalb nicht nur vom Ende einer alten Gemeinschaft. Sie markiert auch den Augenblick, in dem ihre Überlebenden entschieden, dass ein Orden seine Heimat verlieren kann, ohne seine Verantwortung aufzugeben.