Ehre und StärkeBlackmoore
Himmelsfürstin Tovra
Bosse

Himmelsfürstin Tovra

Tovra hatte im Frostfeuergrat die wildesten Rylaks Draenors gejagt, ehe die Eiserne Horde aus ihrer Erfahrung ein militärisches Amt machte. Als Himmelsfürstin befehligte sie deren Luftstreitkräfte und verteidigte am Ende des entgleisten Grimmzugs die letzte Möglichkeit, Waffen und Verstärkung nach Shattrath zu bringen.

Der Weg nach Grimmgleisdepot

Das Grimmgleisdepot war Werkstatt, Verladeplatz und Herz einer gepanzerten Bahnlinie, mit der die Eiserne Horde Erz, Geschütze und Soldaten durch Gorgrond bewegte. Als ein schwer bewaffneter Zug nach Shattrath aufbrach, wurde aus einem Angriff auf die Versorgung ein Wettlauf auf fahrenden Waggons. Wer den Grimmzug nicht rechtzeitig aufhielt, ließ seine Kanonen unmittelbar gegen die bedrängte Stadt der Draenei rollen. In Himmelsfürstin Tovra nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Bevor Clans unter eisernen Bannern marschierten, kannte Tovra vor allem die gefrorene Tundra des Frostfeuergrats. Dort führte sie Fährtenleser der Donnerfürsten. Ihre Beute waren keine leicht zu zähmenden Tiere, sondern Rylaks, zweiköpfige Jäger des draenischen Himmels. Wer eines dieser Wesen lebend einfangen wollte, musste Wind, Gelände und den Augenblick des Angriffs genauer lesen als das Tier selbst.

Aus Jagdwissen wird ein Kommando

Die Eiserne Horde erkannte in Tovras Können mehr als eine Tradition ihres Klans. Beherrschte Rylaks konnten Kundschafter tragen, Feinde aus der Luft bedrängen und Bodentruppen dort erreichen, wo Mauern den Weg versperrten. Aus der Fährtenleserin wurde die Befehlshaberin einer Luftstreitmacht. Ihre persönliche Erfahrung erhielt Rang, Material und einen Platz in einer Eroberungsmaschine.

Raketenfunken, Borka und Nitrogg waren gefallen, doch der bewaffnete Transport bewegte sich weiter in Richtung Shattrath. Tovra stand am Ende dieser Kette. Ihre Aufgabe war nicht mehr, einen geordneten Fahrplan zu schützen. Der Zug war beschädigt, seine Verteidiger dezimiert und das Ziel dennoch gefährlich nahe. Jeder weitere Augenblick konnte genügen, um einen Teil der Ladung bis zur Front zu retten.

Ein Rylak über dem Schlachtfeld

Tovra kämpfte nicht allein. Über der Plattform kreiste ihr Rylak und bedeckte den Boden mit elektrischer Energie. Speere wirbelten durch die Luft, Fallen froren Füße am Untergrund fest, während sich immer neue gefährliche Flächen ausbreiteten. Die Himmelsfürstin nutzte den Raum wie einst eine Jagdlandschaft: Wer stehen blieb, wurde gestellt; wer unbedacht floh, geriet in die nächste vorbereitete Gefahr.

Der Kampf führte bis zur Unfallstelle des Grimmgleises. Metall, das Geschwindigkeit und Kontrolle verkörpert hatte, lag nun gebrochen in Gorgrond. Tovra verteidigte damit nicht mehr nur einen Zug, sondern die Behauptung, die Eiserne Horde könne trotz Sabotage jeden Verlust durch Disziplin und Gewalt überwinden. Ihr Rylak gab ihr noch den Himmel, doch am Boden war das Versorgungssystem bereits zerfallen.

Zeit für Shattrath

Mit Tovras Niederlage endete der unmittelbare Lauf der Waffen nach Shattrath. Die Stadt war dadurch nicht für immer gerettet, aber sie erhielt Zeit, und Zeit war in einem Belagerungskrieg beinahe so wertvoll wie eine Armee. Die Eiserne Horde verlor zugleich eine erfahrene Rylakführerin. Tovras Tod machte sichtbar, dass auch Luftmacht an Wege, Versorgung und Menschen gebunden blieb.