Die Zukunft nach Todesschwinges Sieg
Die Endzeit zeigt keine ferne Welt, sondern eine mögliche Zukunft Azeroths. Die Stunde des Zwielichts ist dort eingetreten. Der Wyrmruhtempel liegt in Ruinen, die Drachenöde ist verwüstet, und Todesschwinges gewaltiger Leib ist auf dem Tempel aufgespießt. Selbst der Weltenbrecher hat den Sieg nicht überlebt.
Gerade dieses Bild erklärt N'Zoths Ziel. Todesschwinge sollte nicht als König über eine neue Ordnung herrschen. Er war ein Werkzeug, das die bestehende Welt zerstören sollte. Sobald diese Aufgabe erfüllt war, konnte auch er sterben. Zurück blieb keine erneuerte Zivilisation, sondern eine leere, gebrochene Landschaft.
Warum die Vergangenheit gebraucht wird
In der Gegenwart konnten die Drachenaspekte Todesschwinges Rüstung nicht durchbrechen. Die Drachenseele besaß genug Macht, doch das Artefakt war seit dem Krieg der Ahnen verloren. Nozdormu musste einen Weg in die Vergangenheit öffnen, damit die Waffe aus einem Zeitpunkt geborgen werden konnte, an dem sie noch existierte.
Der Zugang war blockiert. Eine Macht störte die Zeitwege und hielt Nozdormus Blick fest. Um die Vergangenheit zu erreichen, mussten die Helden zunächst durch die Endzeit gehen und den Urheber dieser Störung finden.
Die Echos gefallener Helden
In den Ruinen begegneten die Reisenden Echos von Baine, Jaina, Sylvanas und Tyrande. Es waren keine einfachen Kopien der lebenden Personen, sondern von Verzweiflung und der zerstörten Zukunft geprägte Möglichkeiten. Jede Gestalt zeigte, was von einer bekannten Persönlichkeit übrigbleiben konnte, wenn alle Hoffnung verschwunden war.
Die Echos machten die Endzeit persönlich. Die Katastrophe bestand nicht nur aus zerbrochenen Gebäuden. Beziehungen, Ideale und Erinnerungen waren ebenfalls beschädigt. Selbst jene, die Azeroth in der Gegenwart verteidigten, konnten in dieser Zukunft zu verbitterten Schatten ihrer selbst werden.
Murozond
Am Ende wartete Murozond, der Anführer des Ewigen Drachenschwarms. Er war keine fremde Kreatur. Murozond war Nozdormus eigene mögliche Zukunft. Der bronzene Aspekt, der die Zeit schützen sollte, würde eines Tages aus Angst vor seinem vorhergesehenen Tod versuchen, die Zeitwege zu verändern.
Die Alten Götter nutzten diese Angst und verwandelten Schutz in Besessenheit. Murozond blockierte den Weg nicht nur aus Bosheit. Er wollte einer Zukunft entkommen, deren Ende er kannte. Dabei schuf er jedoch genau jene Zerstörung der Zeit, die Nozdormu sein Leben lang verhindern sollte.
Ein Sieg, der nur einen Weg öffnet
Mit Murozonds Niederlage wurde die Zeitblockade gelöst. Nozdormu konnte den Weg zum Brunnen der Ewigkeit öffnen, wo die Drachenseele während des Krieges der Ahnen lag. Danach musste das Artefakt durch die Stunde des Zwielichts zurück zum Wyrmruhtempel gebracht werden.
Die Endzeit war deshalb kein Abschluss, sondern die Warnung vor dem möglichen Ende und der erste Schritt zu seiner Verhinderung. Wer die verwüstete Zukunft gesehen hatte, wusste, was auf dem Spiel stand. Der letzte Feldzug gegen Todesschwinge sollte nicht nur einen Feind töten. Er sollte verhindern, dass diese leere Welt jemals zur Gegenwart wurde.