Vom Morast zur roten Einöde
Bevor Medivh und Gul'dan das Dunkle Portal öffneten, gehörte das Gebiet zum Schwarzen Morast. Die Magie des Portals und die Kriege um seine Umgebung entzogen dem Land Wasser und Leben. Was zurückblieb, war roter Boden, verdrehte Vegetation und eine Tierwelt, die sich unter dämonischem Einfluss veränderte.
Die Besudelte Narbe wurde zum sichtbarsten Teil dieser Verwüstung. Sie war kein natürliches Ödland, sondern die bleibende Folge eines Zaubers, der zwei Welten gewaltsam miteinander verbunden hatte.
Kazzaks Heer nach dem Dritten Krieg
Nach Archimondes Niederlage am Hyjal waren nicht alle Dämonen von Azeroth verschwunden. Lord Kazzak führte einen Teil der verbliebenen Legionstruppen in die Besudelte Narbe. Von dort aus ließ er das Land sichern und übergab seinem Leutnant Razelikh dem Schänder die Kontrolle über wichtige Stellungen.
Für die Bewohner der südlichen Königreiche bedeutete dies, dass der Sieg am Hyjal keine vollständige Befreiung gebracht hatte. Dämonische Macht blieb in abgelegenen Regionen bestehen und wartete auf neue Befehle oder Gelegenheiten.
Das Portal öffnet sich erneut
Kazzak suchte nach einem Weg, das Dunkle Portal wieder in Gang zu setzen. Als ihm dies gelang, zog er durch die Verbindung in die Scherbenwelt. Die Narbe verlor ihren mächtigsten Herrn, blieb aber voller Dämonen und verdorbener Kreaturen.
Später veränderte der Kataklysmus das Gebiet erneut. In Teilen der Narbe entstand ein verdorbener Wald, ohne dass die alte dämonische Prägung verschwand. Die Landschaft zeigte, dass Zerstörung nicht immer nur Leere hinterlässt; manchmal wächst neues Leben in einer Form zurück, die selbst von der Wunde geprägt ist.
Die offene Wunde des Portals
Die Besudelte Narbe verbindet mehrere Kriege miteinander. Ihr Boden wurde durch die erste Öffnung des Portals zerstört, ihre Dämonen stammten aus der Legion, und ihre späteren Veränderungen folgten dem Kataklysmus. Wer sie durchquert, sieht deshalb keine einzelne Ruine, sondern eine Landschaft, in der verschiedene Katastrophen einander überlagern.