Ehre und StärkeBlackmoore
Beschützer des Endlosen
Bosse

Beschützer des Endlosen

Kaolan, Regail und Asani bewachten die Terrasse des Endlosen Frühlings, bis das Sha der Angst ihre Pflicht verdrehte. Aus drei Beschützern heiliger Gewässer wurden die ersten Diener jener Verderbnis, die bis zu Tsulong und Lei Shi vorgedrungen war.

Drei Wächter der Terrasse

Die Terrasse des Endlosen Frühlings war ein abgelegener, heiliger Ort im Jadewald. Ihre Quellen standen für Heilung, Ausgleich und die beständige Erneuerung des Lebens. Ältester Kaolan, Ältester Regail und Ältester Asani gehörten zu ihren Beschützern. Kaolan war ein Jinyu, Regail und Asani waren Wasserformer ihres Volkes, die Strömungen lesen und lenken konnten.

Ihre Aufgabe war nicht, ein Reich zu beherrschen. Sie sollten den Ort, seine Bewohner und das Gleichgewicht seiner Wasser bewahren. Lange erfüllten sie diese Pflicht. Doch als das Sha der Angst aus den Schreckensöden in die Terrasse eindrang, wurden gerade ihre Bindung an den Ort und ihre Sorge um ihn zu Angriffspunkten.

Wie Angst Beschützer verändert

Das Sha musste den drei Ältesten keine neue Vergangenheit geben. Es verstärkte vorhandene Befürchtungen. Wer für einen heiligen Ort verantwortlich ist, fürchtet seinen Verlust. Aus Wachsamkeit kann Misstrauen werden, aus Entschlossenheit Härte und aus dem Wunsch zu schützen der Glaube, jeder Fremde sei bereits ein Feind.

Kaolan, Regail und Asani standen deshalb weiter an ihrem Platz, doch ihre Pflicht hatte ihre Richtung verloren. Sie verteidigten die Terrasse nicht mehr vor der Verderbnis. Sie verteidigten die bereits verdorbene Ordnung gegen jene, die sie befreien wollten.

Wasser, Blitz und verseuchter Boden

Jeder der drei Bewahrer trug eine andere Macht. Regail rief Blitz und Sturm, Asani lenkte Wasser und Kaolan verband sich am stärksten mit der dunklen Verderbnis am Boden. Gemeinsam konnten sie einander stärken und die Terrasse selbst gegen Eindringlinge wenden.

Ihre Kräfte waren ursprünglich Teil des Ortes. Wasser sollte nähren, der Sturm reinigen, Erde tragen. Unter dem Einfluss des Sha wurden dieselben Elemente zu Mitteln der Einschließung. Der Kampf gegen die Beschützer war deshalb zugleich ein Kampf darum, die Natur der Terrasse von einer fremden Absicht zu trennen.

Der erste Schritt zur Quelle

Die drei Ältesten standen am Beginn des Weges durch die Terrasse. Hinter ihnen wartete Tsulong, eine Wolkenschlange, die zwischen Licht und Dunkelheit gefangen war. Danach folgten Lei Shi und schließlich das Sha der Angst selbst. Die Beschützer waren somit keine zufälligen Wächter, sondern der erste Beweis dafür, wie tief die Verderbnis vorgedrungen war.

Mit ihrer Niederlage wurde der Zugang zu den inneren Bereichen frei. Es war jedoch kein ungetrübter Sieg. Kaolan, Regail und Asani waren nicht aus eigenem Ehrgeiz zu Tyrannen geworden. Sie hatten einen Ort bewachen wollen und waren von jener Macht übernommen worden, vor der sie ihn hätten schützen sollen.

Die Tragik der Beschützer

Ihre Geschichte unterscheidet sich von der vieler Eroberer Pandarias. Die drei suchten weder ein Imperium noch uralte Waffen. Sie wurden gefährlich, weil Angst sich in eine bestehende Verantwortung legte. Das macht ihren Fall besonders nahbar: Nicht jede Verderbnis beginnt mit Gier. Manchmal beginnt sie mit der Furcht, etwas Geliebtes nicht bewahren zu können.

Nach dem Sieg über das Sha konnte die Terrasse wieder heilen. Die Namen ihrer gefallenen Wächter blieben dennoch mit der Krise verbunden. Kaolan, Regail und Asani erinnern daran, dass Schutz nur dann seinem Zweck dient, wenn er noch erkennt, was tatsächlich bedroht und was gerettet werden muss.