Ehre und StärkeBlackmoore
Terrasse des Endlosen Frühlings
Welt

Terrasse des Endlosen Frühlings

Die Terrasse des Endlosen Frühlings war Pandarias verborgener Ort der Erneuerung. Als das Sha der Angst ihr Wasser verdarb, mussten ihre Wächter nicht nur einen Eindringling, sondern die eigene verwundete Natur überwinden.

Ein Garten hinter den Nebeln

Zwischen dem Jadewald und dem Tal der Ewigen Blüten lag die Terrasse des Endlosen Frühlings, ein heiliger Garten aus Wasser, Stein und beständigem Wachstum. Die Quellen galten als heilend, und ihre Geister bewahrten eine Stille, die nicht leer, sondern aufmerksam war. Wer den Ort betrat, stand nicht außerhalb der Welt. Er befand sich an einem ihrer Übergänge, wo Verletztes Kraft zur Rückkehr finden konnte.

Der Name versprach keine Jahreszeit, die alles andere verdrängte. Endloser Frühling bedeutete Erneuerung: das wiederkehrende Vermögen, nach Kälte und Verlust erneut auszutreiben. Gerade deshalb wurde die Terrasse für das Sha der Angst zu einem wertvollen Zufluchtsort. Wenn Angst die Quelle der Erholung besetzt, nimmt sie ihren Opfern nicht nur Sicherheit. Sie lässt sie daran zweifeln, dass Heilung überhaupt noch möglich ist.

Der Atem des letzten Kaisers

Kaiser Shaohao kam zur Terrasse, als er Pandaria vor der Teilung der Welt bewahren wollte. Dort vollzog er das Ritual, mit dem er sein Land in Nebel hüllte und es für Jahrtausende von den übrigen Kontinenten trennte. Seine legendäre Wolkenschlangenschwester Fei blieb in der Gestalt des Stabes Sheilun zurück, der an diesem Ort bewahrt wurde.

Die Terrasse trug damit eine Erinnerung an Schutz, der zugleich Trennung bedeutete. Der Nebel rettete Pandaria vor dem unmittelbaren Untergang, verbarg es aber auch vor der Geschichte außerhalb seiner Küsten. Als die Schleier fielen, kehrten nicht nur Reisende und Heere zurück. Die verdrängten Sha erhielten durch neue Konflikte Nahrung, und der alte Zufluchtsort musste sich einer Angst stellen, die keine Mauer dauerhaft ausschließen konnte.

Das Sha sucht Heilung für sich selbst

Nachdem es Kaiserin Shek'zeer und das Herz der Angst verlassen hatte, floh das Sha der Angst zur Terrasse. Verwundet tauchte es in die heiligen Wasser und färbte ihre Kraft mit dem eigenen Blut. Es wollte den Ort nicht einfach zerstören. Es wollte die Erneuerung der Quelle benutzen, um selbst wieder vollständig zu werden.

Mit der Verunreinigung gerieten die Wächter der Terrasse unter seinen Einfluss. Beschützer, die das Wasser verteidigen sollten, richteten ihre Macht gegen diejenigen, die es reinigen wollten. Der Garten wurde dadurch zu einem geschlossenen Kreislauf: Seine Lebenskraft stärkte den Eindringling, und seine Verteidigung verhinderte Hilfe von außen.

Tag, Nacht und eine Stimme im Wasser

Tsulong, eine ehrwürdige Wolkenschlange, war im Tageslicht ein Verbündeter und fiel in der Nacht unter die Herrschaft des Sha. Seine Befreiung verlangte daher mehr als einen Kampf gegen seinen Körper. In der Dunkelheit musste die Verderbnis angegriffen, im Licht Tsulongs erschöpfte Lebenskraft bewahrt werden. Derselbe Drache war Opfer, Gefahr und Helfer, je nachdem, welche Macht ihn gerade erreichte.

Auch Lei Shi, ein scheuer Wassergeist, wurde von Angst überwältigt. Ihre Furcht machte aus Rückzug einen Angriff und aus Schutz eine Falle. Nachdem sie befreit war, half sie den Eindringenden weiter. Die Terrasse heilte nicht dadurch, dass alle betroffenen Wesen als Feinde beseitigt wurden. Sie heilte, weil zwischen dem Willen des Sha und denjenigen unterschieden wurde, deren Angst es als Werkzeug gebrauchte.

Der Frühling nach der Angst

Am Ende stellte sich das Sha selbst in der Schreckensweite zum Kampf. Seine Macht rief Schrecken hervor und versuchte, die Gruppe auseinanderzutreiben. Mit seinem Fall löste sich der unmittelbare Griff um die Terrasse. Wasser und Wächter konnten zu ihrer eigenen Ordnung zurückkehren, nicht unberührt, aber wieder fähig, Heilung zu tragen.

Später verteidigten Shado-Pan und Verbündete den Ort erneut gegen Angriffe der Legion. Ein heiliger Garten wird nicht dadurch endlos, dass nie wieder jemand seine Schwelle überschreitet. Die Terrasse verdient ihren Namen, weil Erneuerung dort nicht mit Unschuld verwechselt wird. Das Wasser war verdorben worden und konnte dennoch wieder heilen. Frühling war nach dem Sha keine Erinnerung an eine vollkommen sichere Vergangenheit, sondern eine Fähigkeit, die den Angriff überlebt hatte.