Ehre und StärkeBlackmoore
Baron Ashbury
Bosse

Baron Ashbury

Baron Ashbury war ein gilnearischer Adeliger, Jugendfreund Genn Graumähnes und später Mitverschwörer Lord Godfreys. Nach seinem Tod erhoben ihn die Verlassenen als Untoten. Er half Godfrey beim Verrat an Sylvanas und floh in Burg Schattenfang, wo er Gegner am Leben hielt, damit ihr Leiden möglichst lange dauern konnte.

Der Weg nach Burg Schattenfang

Burg Schattenfang war nach Arugals Ende keine leere Ruine geblieben. Geister, Worgen und alte Flüche hielten sich in ihren Mauern, bis Lord Godfrey und seine ebenfalls untoten Verbündeten dort Zuflucht suchten. Die gilnearischen Verräter hatten Genn Graumähne den Verlassenen ausliefern wollen, waren gestorben, wiedererweckt worden und hatten schließlich auch Sylvanas verraten. In der Burg verteidigten sie kein Reich mehr, sondern nur noch ihre Freiheit von jedem Herrn. In Baron Ashbury nahm ein eigener Teil dieses Angriffs Gestalt an.

Ashbury wuchs an der Seite Genn Graumähnes auf und gehörte lange zu dessen vertrauten Freunden. Er begleitete den König bei Jagden und erlebte die Beratungen, in denen Gilneas seinen Platz unter den Menschenreichen suchte. Nähe zum Thron gab ihm Einfluss, aber auch die Gewissheit, die Entscheidungen eines alten Freundes beurteilen zu dürfen.

Politik vor gemeinsamer Pflicht

Bei der Gründung der Allianz von Lordaeron unterstützte Ashbury den Gedanken, nur eine kleine Truppe zu entsenden. Gilneas sollte Ansehen und Handel gewinnen, ohne den vollen Preis des gemeinsamen Krieges zu zahlen. Diese Haltung war nicht offener Verrat. Sie zeigte jedoch früh, dass Ashbury Nutzen höher gewichtete als Verbundenheit.

Als der Worgenfluch Gilneas erfasste und selbst Genn verwandelte, schloss Ashbury sich Lord Godfrey an. Sie wollten den König den Verlassenen ausliefern und dafür ein Ende der Feindseligkeiten erkaufen. Für Ashbury war der alte Freund nun ein Problem, dessen Übergabe das eigene Land und die eigene Stellung retten sollte.

Gilnearische Worgen töteten Ashbury und Walden bei der Rettung ihres Königs. Die Verlassenen erhoben beide wieder. Untod wurde zur Fortsetzung ihres politischen Scheiterns. Sie dienten Sylvanas, nicht aus wiedergefundener Überzeugung, sondern weil ihr neues Dasein in einer Armee begann, die Körper auch ohne Zustimmung in Dienst stellte.

Godfrey ermordet Sylvanas

Als Godfrey die Gelegenheit erhielt, erschoss er die Bansheekönigin. Ashbury stellte sich nicht gegen ihn. Gemeinsam mit Walden folgte er dem abermaligen Verräter in die Flucht. Die drei Männer hatten nun König, Heimat und Wiedererweckerin hintergangen. Burg Schattenfang bot ihnen Mauern, aber keine Ordnung, der sie noch hätten angehören können.

Ashbury erstickte seine Gegner beinahe vollständig und gab ihnen anschließend gerade genug Leben zurück, um weiterleiden zu können. Er heilte nicht aus Barmherzigkeit. Für ihn war Tod ein zu frühes Ende der Unterhaltung. Selbst Rettung wurde unter seiner Hand zur Vorbereitung auf den nächsten Schmerz.

Mit Ashburys Fall endete die Flucht eines Adeligen, der immer wieder den sichersten Vorteil gesucht hatte. Er besaß keinen Hof, kein lebendes Volk und keinen König mehr. Sein Titel blieb, doch alles, was ihn einst begründet hatte, war längst verloren. In Schattenfang herrschte er nur noch über die Dauer fremder Qual.