Ehre und StärkeBlackmoore
Avatar von Hakkar
Bosse

Avatar von Hakkar

Hakkars Avatar war die unsterbliche Gegenwart des Seelenschinders in Gestalt einer skelettierten Windnatter. Die Atal'ai nährten ihn mit Opferblut und wollten für seine neue Erweckung grüne Drachen ausbluten lassen.

Der Weg nach Tempel von Atal'Hakkar

Der Tempel von Atal'Hakkar sank in den Sümpfen des Elends, doch das Wasser begrub weder den Glauben der Atal'ai noch ihren Plan. In den versunkenen Hallen bewahrten untote Priester, Geister und Wächter die Rituale für Hakkars Rückkehr. Yseras grüner Drachenschwarm sollte das Heiligtum überwachen, geriet aber selbst in den Einfluss des Smaragdgrünen Alptraums. So wurde der Tempel zu einem Ort, an dem zwei Formen der Verderbnis einander nicht aufhoben, sondern gegenseitig tiefer in die Welt zogen. In Avatar von Hakkar erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Hakkar musste nicht vollständig in Azeroth stehen, um den Tempel zu beherrschen. Seine unsterbliche Gegenwart spukte in den Hallen und wartete auf genug Blut, um wieder eine Gestalt anzunehmen. Der Avatar erschien als skelettierte Windnatter, zugleich Leichnam und Versprechen. Er war nicht der ganze Seelenschinder, aber genügend von ihm, um Wahnsinn, Furcht und Hunger in die körperliche Welt zu tragen.

Das alte Ritual des lebendigen Blutes

Vor vielen Jahrtausenden lehrte Hakkar die Atal'ai, wie sie seinen Avatar hervorbringen konnten. Lebende Opfer mussten ausgeblutet werden, damit das geraubte Leben die leere Gestalt nährte. Der Kult nannte dies Erweckung, doch das Verfahren verriet seinen Gott deutlicher als jede Predigt. Hakkar schenkte kein Leben; er nahm es aus anderen Körpern und machte ihre Enden zu Stufen seiner Rückkehr.

Jammal'ans Priester veränderten das Ritual. Nun sollte das Blut grüner Drachen den Avatar stärken. Die Wahl war nicht nur praktisch. Yseras Schwarm hatte den Tempel versenkt und bewachte die Ruinen, um Hakkars Wiederkehr zu verhindern. Wenn die Atal'ai diese Wächter selbst opferten, verwandelten sie die Macht ihrer Feinde in Nahrung und verbanden Hakkars Rückkehr zugleich mit dem sich ausbreitenden Smaragdgrünen Alptraum.

Das Ei und das Heiligtum

Eine Legende sprach von einem Ei, das Hakkars Essenz aufnehmen und sein Aufsteigen verhindern konnte. Mit dem Ei oder Yeh'kinyas Schriftrolle ließ sich im Heiligtum des gefallenen Gottes dennoch das Ritual beginnen. Ewige Flammen mussten mit Blut gelöscht, Blutbewahrer besiegt und die eingeschlossene Präsenz schließlich freigesetzt werden. Jeder Schritt wirkte wie eine Verhinderung und wiederholte doch erschreckend genau die Sprache des Kultes.

Der Avatar trieb Gegner in den Wahnsinn und zwang sie, die eigenen Gefährten anzugreifen. Damit setzte er sein Wesen im Kleinen fort. Eine Gemeinschaft, die ihn gemeinsam aufhalten wollte, lieferte ihm plötzlich Waffen aus ihren eigenen Reihen. Er lähmte Sprache, schlug mit seinem Körper zu und schmeckte im Tod jedes Sterblichen das Blut des Lebens, das ihn der Welt näherbringen sollte.

Ein Körper fällt, der Hunger bleibt

Mit dem Fall des Avatars konnte seine Essenz geborgen und eine unmittelbare Rückkehr verhindert werden. Hakkar selbst war damit nicht vernichtet. Später erhob er sich in Zul'Gurub und zeigte, dass der Tempel nur eines von mehreren Toren gewesen war. Der skelettierte Leib bleibt deshalb ein Warnzeichen: Solange ein Gott in Hunger, Blut und fanatischer Hoffnung weiterlebt, ist die Zerstörung einer Gestalt nur das Schließen einer Tür, nicht das Ende dessen, was dahinter wartet.