Ehre und StärkeBlackmoore
Arkanist Valtrois
Charakter

Arkanist Valtrois

Arkanist Valtrois ist eine Meisterin der Leylinien Suramars. Nach ihrem Widerstand gegen Elisandes Pakt mit der Legion wurde sie verbannt, schloss sich Thalyssras Aufstand an und half, der Rebellion Zugang zu den arkanen Lebensadern der Stadt zu verschaffen.

Jahrtausende unter der Kuppel

Valtrois gehörte zu den Nachtgeborenen Suramars, die seit dem Krieg der Ahnen unter einer arkanen Kuppel lebten. Sie widmete sich den Leylinien, jenen unsichtbaren Strömen, durch die Magie unter der Erde und durch alte Anlagen floss. Über Jahrtausende lernte sie, diese Wege zu lesen. Für Valtrois war die Stadt kein Geflecht aus Straßen, sondern ein lebender Strom aus Knoten, Leitungen und gespeicherter Macht.

Diese Gelehrsamkeit machte sie wertvoll, aber nicht gehorsam. Als Großmagistrix Elisande die Brennende Legion in Suramar einließ, erkannte Valtrois darin keine Rettung. Ein Volk, das überleben wollte, sollte sich nicht einem Feind ausliefern, der ganze Welten verbrannte. Ihr Widerspruch kostete sie den Platz in der Stadt und damit auch den Zugang zum Nachtbrunnen.

Der Hunger der Nachtgefallenen

Ohne die arkane Energie des Nachtbrunnens begann Valtrois zu welken. Die Nachtgeborenen hatten sich so lange von der Quelle ernährt, dass ihr Körper ohne sie zerfiel. Aus angesehenen Bürgern wurden Nachtgefallene, und wer zu lange litt, verlor schließlich den Verstand. Valtrois kannte die Magie, die ihre Gesellschaft groß gemacht hatte, nun als körperlichen Hunger.

Thalyssras Aufständische fanden sie und brachten sie nach Shal'Aran. Dort erhielt sie uraltes Mana und später die Frucht des Arkan'dor. Die Hilfe war mehr als eine Heilung. Sie gab Valtrois die Möglichkeit, ihr Wissen gegen jenes System einzusetzen, das sie verstoßen hatte. Aus der exilierten Forscherin wurde eine der wichtigsten Fachleute der Rebellion.

Die Leylinien werden zur Waffe

Gemeinsam mit Thalyssra und Oculeth reaktivierte Valtrois Stationen des alten Leynetzes. Besonders Ley-Station Anora verband verlorene Leitungen wieder mit Shal'Aran. Dadurch erhielten die Nachtgefallenen Energie, sichere Wege und Zugang zu Bereichen, die Elisandes Truppen kontrollierten. Jede reparierte Verbindung schwächte das Monopol des Palastes ein wenig.

Valtrois kämpfte dabei nicht nur mit Zaubern. Sie musste Anlagen verstehen, die seit Jahrtausenden verändert, beschädigt oder vergessen worden waren. Ihre Ungeduld und ihr Selbstbewusstsein führten zu Reibungen, doch die Rebellion brauchte genau diese Entschlossenheit. Ohne das Leynetz wäre der Angriff auf Suramar kaum möglich gewesen.

Nach Elisandes Fall

Mit der Niederlage Elisandes und Gul'dans endete die Abhängigkeit vom Nachtbrunnen. Der Arkan'dor gab den Shal'dorei eine neue Lebensgrundlage. Valtrois half damit nicht nur, eine Herrscherin zu stürzen; sie war an der technischen und magischen Grundlage eines neuen Suramar beteiligt. Die Stadt musste nun lernen, ohne Kuppel und ohne eine Quelle zu leben, die jede politische Entscheidung beherrscht hatte.

Später trat Suramar der Horde bei. Valtrois begegnete dadurch Völkern, deren Umgang mit Magie deutlich weniger kontrolliert war. Ihre Kenntnisse blieben gefragt, zugleich musste sie lernen, dass nicht jede Lösung aus einer perfekten arkanen Berechnung entstand. Die Welt außerhalb der Kuppel war unordentlicher, aber auch freier.

Valtrois und Stellagosa

Valtrois entwickelte eine enge Beziehung zu Stellagosa, einer blauen Drachin. Beide verband die arkanen Magie, doch ihre Erfahrungen unterschieden sich grundlegend. Valtrois kannte Magie als Nahrung, Herrschaftsmittel und Wissenschaft einer eingeschlossenen Stadt. Stellagosa stammte aus einer Linie, die sich als Hüterin dieser Macht verstand. Aus Zusammenarbeit wurde Zuneigung.

Die Beziehung zeigt, wie weit Valtrois sich von Suramars alter Abschottung entfernt hatte. Eine Frau, deren Gesellschaft jahrtausendelang alles Fremde ausgeschlossen hatte, fand Nähe zu einem Wesen außerhalb ihres Volkes. Sie blieb stolz, scharfzüngig und von ihrer Kunst überzeugt. Doch sie setzte diese Kunst nun nicht mehr ein, um eine Kuppel zu erhalten, sondern um Verbindungen zu schaffen, die Suramar früher für unmöglich gehalten hätte.