Die Mauer gegen den Schwarm
Die Schlangenwirbelsäule zog sich durch Pandarias Westen und trennte die fruchtbaren Länder von den Schreckensöden. Pandaren und ihre Verbündeten hatten die Mauer nicht errichtet, um ein unbekanntes Volk fernzuhalten. Sie kannten den Zyklus der Mantid und wussten, dass in großen Abständen ein gewaltiger Schwarm gegen den Osten ziehen würde.
Das Tor der Untergehenden Sonne war einer der wichtigsten Durchgänge. Händler, Soldaten und Boten mussten dort passieren. Im Krieg wurde das Tor zum Punkt, an dem sich entscheiden konnte, ob die Mantid nur gegen Stein anrannten oder in das Herz Pandarias vorstießen.
Ein Angriff vor der Zeit
Großkaiserin Shek'zeer schickte den Schwarm früher als vorgesehen. Das Sha der Angst hatte sie überzeugt, überall Feinde zu sehen und durch einen sofortigen Angriff Sicherheit erzwingen zu müssen. Die Mantid waren nicht vollständig vorbereitet, doch ihre Zahl und ihre gezüchteten Kriegsbestien reichten aus, um die Verteidiger zu überfordern.
Für die Pandaren war der Zeitpunkt verheerend. Gleichzeitig waren Horde und Allianz im Land erschienen und hatten neue Konflikte ausgelöst. Die Shado-Pan mussten auf mehrere Krisen reagieren, während die Mauer gerade jene Prüfung erlebte, für die sie gebaut worden war.
Sabotage und Belagerung
Mantid-Saboteure drangen in die Befestigung ein, legten Sprengstoff und öffneten Wege für größere Angreifer. Kip'tilak führte die Zerstörung von innen, während Gadok mit fliegenden Truppen den Luftraum beherrschte. Die Mauer verlor damit den Vorteil einer klaren Front.
Kommandant Ri'mok hielt den Druck auf die Verteidiger aufrecht und setzte mantidische Hilfstruppen ein. Der Angriff bestand nicht aus einem einzigen Sturm auf das Tor. Er verband Unterwanderung, Luftangriffe, Bodenkräfte und eine lebende Belagerungswaffe.
Raigonn vor dem Tor
Am Ende erschien Raigonn, ein gewaltiger Kunchong, dessen Panzer selbst massiven Beschuss aushielt. Die Mantid hatten das Tier darauf vorbereitet, Befestigungen zu durchbrechen. Wo gewöhnliche Rammen an Mauern zersplitterten, sollte Raigonns Körper den Weg öffnen.
Die Verteidiger mussten zunächst seinen Panzer überwinden, bevor sie das Wesen selbst verwunden konnten. Raigonn war wie Garalon kein politischer Anführer. Er war eine gezüchtete Waffe, deren Körper den Krieg der Mantid tragen musste.
Das Tor hält
Mit Raigonns Fall wurde der unmittelbare Durchbruch verhindert. Das Tor der Untergehenden Sonne blieb beschädigt, aber es stand. Pandarias Kernlande waren für den Augenblick vor einer vollständigen Überflutung durch den Schwarm bewahrt.
Der Sieg löste die Ursache des Angriffs jedoch nicht. Shek'zeer regierte weiterhin im Herz der Angst, und andere Mantid belagerten den Niuzaotempel. Das Tor war nur eine Front in einem größeren Bürgerkrieg. Seine Verteidigung verschaffte Zeit, damit die Klaxxi ihre Kaiserin stürzen und den alten Zyklus wieder beenden konnten.