Ehre und StärkeBlackmoore
Kommandant Ri'mok
Bosse

Kommandant Ri'mok

Kommandant Ri'mok führte die Bodentruppen, die das Sonnentor ohne Unterlass bestürmten. Von den Verteidigern unbeeindruckt, ließ er immer neue Schwärmer und Saboteure die Mauer erklimmen. Wo seine Reihen fielen, rief er weitere; wo er selbst kämpfte, verwandelte zähes Sekret den Boden in einen Vorteil für ihn und eine Last für alle anderen.

Der Weg nach Tor der Untergehenden Sonne

Das Tor der Untergehenden Sonne war Teil der gewaltigen Mauer, die das Herz Pandarias vor den zyklischen Angriffen der Mantiden schützen sollte. Als der Schwarm früher als erwartet erwachte und die Kaiserin dem Sha der Angst verfiel, kam keine gewöhnliche Angriffswelle. Saboteure, Luftasse, Bodenkommandanten und gewaltige Kriegsbestien griffen wie Teile einer einzigen Belagerungsmaschine ineinander und suchten nicht nur einen Durchgang, sondern den Zusammenbruch der gesamten Verteidigung. In Kommandant Ri'mok nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Ri'mok überwachte jene Mantiden, die keine weiten Kreise am Himmel zogen und keine Ladungen im Verborgenen legten. Seine Aufgabe war der unablässige Druck auf die Befestigung. Leitern, Zugänge und Breschen mussten mit so vielen Körpern gefüllt werden, dass die Verteidiger irgendwann keinen freien Atemzug mehr zwischen zwei Angriffswellen fanden.

Verstärkung als Antwort auf jedes Hindernis

Der Kommandant hielt wenig von der Vorstellung, ein tapferer Widerstand verdiene Anerkennung. Wer sich ihm entgegenstellte, war ein Narr, der durch genügend Verstärkung niedergerungen werden konnte. Krik'thik-Schwärmer erklommen die Mauer, Saboteure trugen Bomben heran, und jede getötete Einheit wurde in seiner Rechnung nur zur Lücke, die der nächste Körper schließen sollte.

Ri'mok sonderte eine zähe Flüssigkeit ab, die seine eigene Gewalt steigerte und die Schläge jener schwächte, die darin standen. Die Mauer wurde dadurch zu einem Gelände, das sich um seinen Körper veränderte. Wer dort blieb, wo der Kommandant am stärksten war, verlor mit jedem Augenblick mehr Wirkung. Bewegung bedeutete nicht Flucht, sondern die Weigerung, den Ort des Kampfes allein vom Feind bestimmen zu lassen.

Wenn Ri'mok seine Waffen in schneller Folge führte, wurde der Raum vor ihm zu einer Wand aus Klingen. Der Angriff bestrafte jeden, der zu lange in seiner Nähe oder in seiner Blickrichtung verharrte. Er war die körperliche Entsprechung seiner gesamten Strategie: nicht der eine vollkommene Schlag, sondern so viele Treffer, dass zwischen ihnen keine Zeit für eine geordnete Antwort bleiben sollte.

Die Grenze endloser Zahlen

Der Schwarm schien unerschöpflich, doch die Mauer bot nur begrenzte Wege nach oben. Ri'moks Verstärkungen mussten dieselben Engstellen nutzen und konnten aufgehalten werden, bevor ihre Zahl den Hof füllte. So wurde die Stärke der Mantiden zugleich zu ihrer Schwäche. Eine Armee kann groß sein, aber jeder einzelne Soldat braucht einen Platz, an dem er tatsächlich kämpfen kann.

Mit Ri'moks Fall brach die unmittelbare Führung der Bodentruppen zusammen. Die Belagerung war noch nicht beendet, denn vor dem inneren Tor wartete bereits der gewaltige Raigonn. Doch ohne den Kommandanten verloren Schwärmer und Saboteure den Takt, der aus einzelnen Aufstiegen stetigen Druck gemacht hatte. Die Verteidiger gewannen den notwendigen Augenblick, sich dem lebenden Rammbock zuzuwenden.