Das Heiligtum des Schwarzen Ochsen
Im Westen der Tonlongsteppe lag der Tempel Niuzaos. Der Schwarze Ochse gehörte zu den vier Erhabenen und verkörperte Stärke, Ausdauer und die Fähigkeit, eine Last zu tragen, ohne an ihr zu zerbrechen. Mönche, Pilger und Wächter suchten den Tempel auf, um diese Haltung zu lernen.
Die Lage nahe den Schreckensöden machte das Heiligtum zugleich strategisch wichtig. Wer den Tempel kontrollierte, konnte Wege durch die Steppe sichern und Druck auf die Schlangenwirbelsäule ausüben. Als Shek'zeers Schwarm vorzeitig angriff, wurde ein Ort innerer Standhaftigkeit zu einer belagerten Festung.
Die Mantid schließen den Ring
Vizier Jin'bak leitete die ersten Angriffe mit einer gefährlichen Mischung aus mantidischem Harz und Alchemie. Das Material konnte Wege versiegeln, Körper binden und bei falscher Behandlung explosionsartig reagieren. So versuchten die Mantid, die Verteidiger nicht nur zu besiegen, sondern ihre Bewegungsfreiheit Stück für Stück zu nehmen.
Kommandant Vo'jak führte die eigentliche Belagerungsarmee. Wellen von Mantid stiegen zum Tempel auf, während die Verteidiger ihre knappen Mittel ordnen mussten. Der Kampf zeigte die Beharrlichkeit beider Seiten: Niuzaos Diener wollten keinen heiligen Boden aufgeben, die Mantid sahen im Fall des Tempels einen notwendigen Schritt ihres Schwarms.
General Pa'valak und die Kriegsführung der Mantid
General Pa'valak brachte geordnete Truppen, Sprengstoff und militärische Erfahrung in die Belagerung. Er war kein vom Sha willenlos gemachtes Tier. Er handelte als Offizier eines Reiches, dessen Kaiserin den Krieg zu früh begonnen hatte. Seine Fähigkeiten machten den falschen Zeitpunkt nicht weniger gefährlich.
Die Mantid konnten damit auf mehr zurückgreifen als Masse. Sie besaßen Kommandeure, Alchemisten, fliegende Einheiten und ein tiefes Wissen über gezüchtete Kriegswesen. Der Niuzaotempel wurde zum Ort, an dem diese ganze militärische Kultur gegen eine feste Verteidigung antrat.
Schwadronsführer Ner'onok
Ner'onok führte die letzten Verteidiger des Schwarms auf einer Brücke und setzte Wind, Harz und seine Flugfähigkeit ein. Hinter ihm lag der Rückzug, vor ihm der Tempel. Seine Aufgabe bestand darin, Zeit zu gewinnen und jeden weiteren Vormarsch aufzuhalten.
Mit seinem Fall brach die Belagerung zusammen. Die Mantid verloren ihre wichtigsten Offiziere und konnten den Tempel nicht einnehmen. Der Sieg war kein Triumph über das ganze Mantidreich, aber er bewahrte einen bedeutenden Ort und verhinderte, dass der vorzeitige Schwarm noch tiefer in die Tonlongsteppe eindrang.
Beharrlichkeit nach der Schlacht
Der Niuzaotempel überstand den Angriff, weil seine Verteidiger jene Tugend lebten, die der Schwarze Ochse verkörperte. Beharrlichkeit bedeutete dabei nicht, regungslos zu warten. Sie mussten Hilfe annehmen, auf neue Waffen reagieren und ihre Verteidigung immer wieder verändern.
Nach der Belagerung blieb das Heiligtum ein Zeichen dafür, dass Shek'zeers Angst nicht ganz Pandaria überrollen konnte. Während die Klaxxi im Herz der Angst gegen die Kaiserin vorgingen, hielt Niuzaos Tempel im Westen stand. Beide Kämpfe gehörten zu derselben Rettung des Mantidvolkes und seiner Nachbarn.