Ehre und StärkeBlackmoore
The War Within

Ara-Kara

Ara-Kara ist die verlassene Vorgängersiedlung unter der Stadt der Fäden. Ansureks Truppen ernten dort Schwarzblut, um Neruber auch gegen ihren Willen in Aufgestiegene zu verwandeln.

Ara-Kara
Geschichte und Hintergründe

Die Stadt unter der Stadt

Unter der Stadt der Fäden liegen die Reste von Ara-Kara, jener älteren Ansiedlung, aus der sich das heutige Zentrum Azj-Kahets erhob. Als die Neruber ihre neue Stadt ausbauten, blieb Ara-Kara als verlassene Ruine zurück. Spinnen, Brutstätten und aufgegebene Hallen füllten den Raum, in dem einst ein Teil ihres Volkes gelebt hatte.

Königin Ansurek ließ diesen Ort nicht ruhen. Seit ihrem Bündnis mit Xal'atath suchte sie nach Wegen, die Verwandlung der Neruber in mächtigere Aufgestiegene zu beschleunigen. Dafür benötigte sie Schwarzblut, eine gefährliche Substanz aus den Tiefen Azeroths. Ara-Kara wurde von ihren Streitkräften besetzt und in einen Erntebezirk verwandelt.

Ansureks Ernte

Anub'zekt beaufsichtigte die Arbeiten, obwohl er selbst noch nicht aufgestiegen war. Seine Stellung beruhte auf Stärke, taktischem Geschick und der Bereitschaft, Ansureks Plan ohne Zögern auszuführen. Unter ihm sammelten die Arbeiter Schwarzblut und transportierten es in eine Ordnung, die den Aufstieg nicht länger als seltene Auszeichnung, sondern als Massenverfahren behandelte.

Ki'katal die Ernterin stand noch näher am Ziel der Königin. Als Aufgestiegene bewachte sie die Produktion und stellte sicher, dass sie selbst dann weiterlief, wenn andere Neruber den Preis erkannten. Das Schwarzblut sollte ein Volk verändern, ob seine Angehörigen dies wollten oder nicht. Ara-Kara wurde dadurch zu einem Ort, an dem Ansureks Versprechen von Stärke seinen Zwang offen zeigte.

Nicht alles in Ara-Kara gehörte Ansurek. Avanoxx war einst eine gewöhnliche Spinne gewesen, die nach dem Verfall der Siedlung in den Ruinen zurückblieb. Nahrung im Überfluss und lange Isolation ließen sie zu einer gewaltigen Herrscherin über ihre eigene Brut werden. Sie verteidigte kein politisches Programm, sondern ein Revier, das ihr über Jahre gehört hatte.

Ihre Anwesenheit erinnerte daran, dass verlassene Orte nicht leer bleiben. Während die Neruber über Aufstieg und Reich stritten, hatte sich unter ihnen eine andere Ordnung entwickelt. Ansureks Truppen drangen in diese Ordnung ein und nutzten denselben Raum für ihre Ernte. So lagen in Ara-Kara natürliche Entwicklung, alte Ruinen und moderne Zwangspolitik unmittelbar nebeneinander.

Das Ende eines Erntebezirks

Als Anub'zekt und Ki'katal fielen, verlor Ansurek einen wichtigen Zugang zum Schwarzblut. Die Gefahr der erzwungenen Aufstiege war damit nicht beendet, denn das Transformatorium in der Stadt der Fäden und die Labore im Palast arbeiteten weiter. Doch der Nachschub aus Ara-Kara war unterbrochen.

Für Azj-Kahet war die Ruine damit erneut zu einem Zeugnis ihrer eigenen Geschichte geworden. Eine alte Stadt war zuerst aufgegeben und später ausgebeutet worden. Ihr Schwarzblut hatte Ansureks neue Gesellschaft nähren sollen. Nach dem Ende der Ernte blieb Ara-Kara als Warnung zurück, wie leicht ein Reich seine Vergangenheit zum Rohstoff für eine Zukunft machen kann, die niemand frei gewählt hat.

Quellen