Ehre und StärkeBlackmoore
Zuraal der Aufgestiegene
Bosse

Zuraal der Aufgestiegene

Zuraal war einst ein berühmter Kämpfer unter den Zerschlagenen. Die Schattenwache machte ihn zu ihrem ersten gelungenen Versuch, einen Körper mit Leere zu erfüllen, ohne den Geist sofort dem Wahnsinn zu überlassen. Seine als Aufstieg bezeichnete Verwandlung blieb dennoch ein Gefängnis aus Kraft und fremdem Hunger.

Der Weg nach Der Sitz des Triumvirats

Der Sitz des Triumvirats war einst das Zentrum eredarischer Macht in Eredath, lange bevor Argus fiel und Velen mit den späteren Draenei floh. Jahrtausende später lag zwischen seinen leeren Hallen die verdunkelte Naaru L'ura. Ihre Leerenenergie rief die Schattenwache herbei, während Alleria Windläufer und der Locus-Wandler denselben Ort betraten, um Wissen, Relikte und einen gefährlichen Weg zur Beherrschung der Leere zu suchen. In Zuraal der Aufgestiegene nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Bevor die Schattenwache ihn berührte, war Zuraal als Faustkämpfer berühmt. Sein Körper kannte Nähe, Rhythmus und den Augenblick, in dem ein Gegner sein Gleichgewicht verlor. Diese Erfahrung machte ihn wertvoller als ein leeres Gefäß. Die Ätherischen wollten nicht bloß eine missgestaltete Kreatur erschaffen. Sie suchten einen Krieger, dessen erlernte Fähigkeiten nach der Füllung mit Leerenmacht bestehen und dadurch tödlicher werden konnten.

Frühere Versuche, Zerschlagene mit Leere zu erfüllen, hatten offenbar den Geist zerstört. Bei Zuraal blieb genügend Selbstkontrolle erhalten, dass die Schattenwache von Erfolg sprach. Der Titel des Aufgestiegenen verbarg die Gewalt dieses Maßstabs. Gelungen war das Experiment nicht, weil Zuraal frei, geheilt oder erfüllt war, sondern weil er trotz der fremden Dunkelheit noch Befehle verstand und seine alte Kampfkunst gegen neue Opfer richten konnte.

Der Sitz wird zum Versuchsfeld

Die Schattenwache war von der Macht L'uras nach Eredath gezogen und errichtete vor dem alten Tempel einen Einbruchspunkt. Zuraal stand am Anfang ihres Weges. Er war Wächter und Beweisstück zugleich. Wer ihn sah, sollte erkennen, was Nezhar und seine Verbündeten auf Argus erreichen wollten: Körper, Schiffe und ganze Orte so mit Leere zu füllen, dass ihre ursprüngliche Form als gehorsames Werkzeug erhalten blieb.

Zuraal trieb Leerenenergie in seine Fäuste und hinterließ bei vernichtenden Schlägen dunkle Lachen. Verdichtete Leere bewegte sich zu ihm und verstärkte seine Angriffe, wenn niemand sie aufhielt. Der Raum wurde dadurch mit jedem Austausch gefährlicher. Seine alte Kunst des direkten Kampfes blieb sichtbar, doch hinter jedem Treffer stand nun eine Macht, die den Boden selbst in einen Teil seines Körpers verwandelte.

Mit einem Umbrawechsel schleuderte Zuraal einen Gegner in ein Leerenreich. Während dieser Mensch aus der gemeinsamen Welt verschwand, verfiel der Aufgestiegene in rasende Jagd auf die Zurückgebliebenen. Der Kampf zerbrach in zwei Aufgaben, die einander nicht sehen konnten. In der sichtbaren Halle mussten Menschen fliehen; jenseits davon suchte ein Einzelner zwischen dunklen Aberrationen nach genügend Kraft für die Rückkehr.

Die Leere liefert das Werkzeug gegen ihr eigenes Gefäß

Im Leerenreich setzte jede besiegte Aberration Energie frei. Erst wer genug davon sammelte, konnte einen Riss öffnen, zurückkehren und Zuraal betäuben. Die Rettung kam damit nicht aus der Verweigerung jeder Dunkelheit. Ein Mensch nahm die fremde Macht bewusst auf, hielt den eigenen Zweck fest und benutzte sie, um das größere Gefäß zu brechen. Diese Erfahrung nahm bereits vorweg, was Alleria tiefer im Sitz lernen sollte.

Sterbend erkannte Zuraal Stärke und nannte die Leere schwach. Ob darin sein früheres Selbst sprach oder nur die Enttäuschung eines besiegten Kriegers, blieb offen. Sicher war nur, dass der erste Erfolg der Schattenwache nicht dauerhaft bestand. Seine Kontrolle hatte gerade so lange gereicht, wie andere seinen Weg bestimmten. Im Augenblick des Todes konnte er die Macht, die ihn angeblich erhoben hatte, erstmals wieder beurteilen, statt sie nur zu verkörpern.