Der Weg nach Düsterbruch
Düsterbruch war einst Eldre'Thalas, eine von Azsharas Hochgeborenen errichtete Stadt des Wissens. Zehntausend Jahre nach dem Großen Bruch hatten Isolation, magischer Hunger und fremde Eroberer ihre Bezirke in verschiedene Reiche zerteilt. Im Osten kämpften Satyrn, Uralte und arkansüchtige Eindringlinge um die Lebenskraft des Wucherborkenviertels, während jede Mauer noch an eine Zivilisation erinnerte, die ihre Schätze bewahrt und dabei ihre Bewohner verloren hatte. In Zevrim Dornhuf erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Zevrim wollte seinen Meistern beweisen, dass er mehr als ein weiterer Satyr in verlassenen Ruinen war. Er behauptete, die gewaltigen Uralten von Düsterbruch versklaven zu können. Diese Wesen trugen Jahrtausende von Naturmacht in sich. Wer sie kontrollierte, konnte nicht nur einen Wald verwunden, sondern seine eigenen Beschützer gegen ihn richten.
Die eigene Macht reicht nicht
Zevrims Zauber genügten nicht, um das Versprechen einzulösen. Er hätte seine Überheblichkeit eingestehen können. Stattdessen suchte er zusätzliche Energie in den Körpern anderer Lebewesen. Das Scheitern führte nicht zur Umkehr, sondern zur Methode: Wenn ein Opfer nicht reichte, musste das nächste sterben.
Auf seiner Plattform teleportierte Zevrim Gefangene direkt auf den Altar, lähmte sie und entzog ihnen unter Schmerzen das Leben. Entscheidend war für ihn nicht nur der Tod, sondern der Augenblick davor, in dem die Essenz besonders gewaltsam geraubt werden konnte. Der Satyr machte Sterben zu einem wiederholbaren Arbeitsgang.
Unter dem Altar lag Hydrobruts Teich. Die Rituale reizten das Wasserelementar, bis es Zevrims Diener angriff. Über Jahre fütterte der Satyr diese Wut mit geraubter Energie und zwang sie allmählich in seine Richtung. Er erschuf die Raserei, vor der er später Schutz versprach, und nannte ihre Beherrschung einen Beweis seiner Macht.
Eisenborke im Griff
Auch der Uralte Eisenborke konnte den Weg zu Alzzin nicht öffnen, solange Zevrim lebte. Die Bindung hielt einen Beschützer der Natur in Untätigkeit und bewahrte den tiefer liegenden Wildformer vor Angriffen. Zevrim diente damit nicht nur dem eigenen Ehrgeiz. Sein Altar hielt die Ordnung aufrecht, durch die Alzzin die Lebenskraft des Waldes sammelte.
Als Zevrim fiel, gewann Eisenborke genug Freiheit zurück, um die verschlossene Tür aufzubrechen. Der Uralte führte die Eindringlinge nicht aus Dankbarkeit in eine Schatzkammer, sondern gegen den Satyr, der seine Art und den umgebenden Wald verdarb. Zevrims Ende war deshalb kein isolierter Sieg. Es setzte eine jahrtausendealte Kraft wieder in Bewegung und öffnete den Weg zum Zentrum der Verderbnis.