Der Weg nach Düsterbruch
Düsterbruch war einst Eldre'Thalas, eine von Azsharas Hochgeborenen errichtete Stadt des Wissens. Zehntausend Jahre nach dem Großen Bruch hatten Isolation, magischer Hunger und fremde Eroberer ihre Bezirke in verschiedene Reiche zerteilt. Im Osten kämpften Satyrn, Uralte und arkansüchtige Eindringlinge um die Lebenskraft des Wucherborkenviertels, während jede Mauer noch an eine Zivilisation erinnerte, die ihre Schätze bewahrt und dabei ihre Bewohner verloren hatte. In Hydrobrut erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Bevor Zevrims Rituale den Schrein beherrschten, ruhte Hydrobrut ruhig in einem Teich unterhalb der Plattform. Das Elementar gehörte nicht zur Hierarchie der Shen'dralar und nicht zur Brennenden Legion. Wasser hatte in den überwucherten Ruinen seinen eigenen Ort gefunden, bis der Satyr ausgerechnet darüber den Platz für seine Opfer wählte.
Jeder Tod stört den Teich
Zevrim schlachtete lebende Wesen auf dem Altar und riss ihnen in den letzten qualvollen Augenblicken die Essenz aus dem Körper. Diese Gewalt blieb nicht auf der Plattform. Hydrobrut wurde unruhig und griff die dämonischen Diener an, die den Teich umgaben. Das Elementar reagierte zunächst nicht auf einen Befehl, sondern auf eine jahrelange Verletzung seiner Umgebung.
Zevrim erkannte, dass er die aufsteigende Wut benutzen konnte. Mit der Energie weiterer Opfer steigerte er Hydrobruts Raserei und band den Willen des Elementars Schritt für Schritt an seine eigenen Befehle. Kontrolle entstand nicht, indem das Wasser beruhigt wurde. Der Satyr machte es immer wütender, bis die Wut nur noch in die von ihm gewünschte Richtung floss.
Der Teich erhebt sich
Im Kampf schlug Hydrobrut wie eine plötzliche Flut zurück. Wasserstöße warfen Gegner fort, Geysire brachen hervor und kleinere Hydrolinge teilten die Gewalt auf mehrere Körper. Der friedliche Teich war nicht verschwunden; er war in ein Arsenal verwandelt worden, das Zevrims jahrelange Opfer in jeder Bewegung mittrug.
Einige ältere Berichte behandelten Hydrobrut als fremden Eindringling, während die spätere Überlieferung vom ruhigen Bewohner unter dem Altar erzählt. Der Widerspruch lässt sich nicht vollständig auflösen. Sicher bleibt die Beziehung: Zevrims Rituale machten das Elementar aggressiv und seine Opferenergie diente dazu, diesen Zorn zu kontrollieren.
Befreiung durch Niederlage
Hydrobruts Fall brach Zevrims Werkzeug, aber er gab dem Elementar kein friedliches Wasser zurück. Wie so viele Wesen in Düsterbruch konnte es nur noch besiegt werden, nachdem jahrhundertelange Manipulation jede andere Begegnung unmöglich gemacht hatte. Der Satyr verlor eine Waffe; die Ruine verlor einen Bewohner, der einst einfach in ihrem Teich geruht hatte.