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Zeitkonflux
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Zeitkonflux

Der Zeitkonflux ist das Zentrum des Bronzenen Drachenschwarms in Thaldraszus. Hier bewahren die Bronzenen Zugänge zu den Zeitwegen, während Nozdormus vorherbestimmter Fall zu Murozond und der Angriff des Ewigen Drachenschwarms ihre Vorstellung von Schicksal erschüttern.

Ein Tempel für unzählige Zeitwege

Im Südosten Thaldraszus' liegt der Zeitkonflux, der alte Sitz des Bronzenen Drachenschwarms. Seine Hallen wurden nicht nur als Heimat errichtet. Von hier aus beobachteten die Bronzenen die Zeitwege, bewahrten Aufzeichnungen und griffen ein, wenn Ereignisse durch äußere Mächte verändert wurden. Das Heilige Stundenglas und der bronzene Eidstein verbanden den Ort mit Nozdormus Auftrag, den Ablauf der Geschichte zu schützen.

Diese Aufgabe brachte eine besondere Last mit sich. Nozdormu hatte von den Titanen nicht nur Macht über die Zeit erhalten. Ihm war auch der Augenblick seines eigenen Todes gezeigt worden. Er wusste, dass er eines Tages zu Murozond werden sollte, dem Anführer des Ewigen Drachenschwarms. Jeder Blick in eine mögliche Zukunft trug deshalb die Frage in sich, ob seine Bemühungen diesen Fall verhinderten oder ihn gerade vorbereiteten.

Der Angriff des Ewigen Drachenschwarms

Nach der Rückkehr auf die Dracheninseln geriet der Zeitkonflux unter Druck. Ewige Drachen drangen in die Anlage ein und versuchten, die Kontrolle über die Zeitwege zu gewinnen. Eternus trat dabei als eine ihrer wichtigsten Anführerinnen hervor. Für die Bronzenen war sie zunächst nur eine Verräterin. Doch ihre Feindschaft war aus einem alten Verlust entstanden: Sie glaubte, dass Nozdormus starres Festhalten am „wahren“ Zeitweg ihrer Schwester das Leben gekostet hatte.

Der Angriff führte zu chaotischen Überschneidungen. Vergangene und mögliche Ereignisse drangen in die Gegenwart, während der Eidstein und die Schutzanlagen des Konflux bedroht wurden. Chromie stellte sich Eternus entgegen. Sie verteidigte Nozdormu, begann aber zugleich zu verstehen, dass nicht jeder Ewige aus demselben Grund kämpfte. Hinter der schwarzen Färbung ihrer Schuppen lagen Entscheidungen, Trauer und die Überzeugung, dass ein vorgegebener Zeitweg nicht automatisch gerecht sein müsse.

Der Tag des Unendlichen

Der Konflikt erreichte seinen Höhepunkt, als Iridikron Galakronds Essenz an sich bringen wollte. Chromie und ihre Verbündeten folgten ihm durch die Zeit. Dabei entstand genau jene Gefahr, die Nozdormu seit Jahrtausenden fürchtete: Wenn der falsche Augenblick bestehen blieb, konnte der Aspekt zum Ewigen Murozond werden. Chromie entschied sich, ihren Freund zu retten, selbst wenn dadurch ein anderer Feind entkam.

Sie verhinderte Nozdormus unmittelbare Verwandlung, doch Iridikron entkam mit der Dunklen Herz genannten Essenz. Sein Sieg öffnete eine neue Verbindung zur Leere und zu Xal'atath. Die Rettung Nozdormus hatte daher einen Preis. Der Zeitkonflux bewahrte den Bronzenen Aspekt, konnte aber nicht alle Folgen aus der Geschichte entfernen. Die Entscheidung zeigte, dass selbst Wächter der Zeit nicht außerhalb moralischer Verantwortung stehen.

Chromie, Eternus und ein anderer Umgang mit Schicksal

Nach diesen Ereignissen näherten sich Chromie und Eternus vorsichtig an. Sie teilten nicht dieselbe Sicht auf den Zeitweg, doch beide hatten erlebt, wohin blinder Gehorsam und blinde Feindschaft führen konnten. Eternus wurde nicht einfach wieder zu einer Bronzenen. Ihre Zweifel blieben bestehen. Gerade deshalb konnte ihre Stimme wichtig werden, wenn Nozdormus Schwarm über die Grenze zwischen Schutz und Kontrolle nachdachte.

Der Zeitkonflux blieb damit das Zentrum des Bronzenen Drachenschwarms, aber nicht mehr nur ein Denkmal unumstößlicher Ordnung. In seinen Hallen wurde sichtbar, dass Kenntnis der Zukunft keine Sicherheit schafft. Nozdormu kannte sein mögliches Ende, Chromie weigerte sich, es als unveränderlich hinzunehmen, und Eternus verlangte, dass auch die Opfer eines bewahrten Zeitwegs gesehen wurden. Der Ort bewacht weiterhin die Geschichte, doch seine Hüter betrachten sie nicht mehr mit derselben Gewissheit wie früher.