Ehre und StärkeBlackmoore
Xeri'tac
Bosse

Xeri'tac

Xeri'tac war keine Feldherrin der Botani, sondern eine Spinnenmatriarchin, die im überwucherten Gorgrond ihre eigene Ordnung aus Brut, Gift und Hunger errichtete. Hoch im Netz ihrer Höhle ließ sie erst ihre Jungen und verdrehte Bleiche Orcs kämpfen, ehe sie selbst herabsank, um geschwächte Beute zu verschlingen.

Der Weg nach Der Immergrüne Flor

Im Immergrünen Flor zeigte Gorgrond, dass Leben ebenso erbarmungslos erobern konnte wie Feuer oder Eisen. Die Botani überwucherten einen Außenposten der Kirin Tor und fanden dort ein instabiles Portal nach Azeroth. Zwischen Sporen, Ranken und uralten Pflanzenriesen entschied sich deshalb nicht nur das Schicksal einiger Magier, sondern auch, ob Draenors ungebremstes Wachstum bis vor die Tore Sturmwinds gelangen würde. In Xeri'tac nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Abseits des direkten Weges durch den Immergrünen Flor öffnete sich eine Höhle, in der das Licht zwischen dichten Netzen hängen blieb. Dort herrschte Xeri'tac. Sie brauchte keinen Platz in der Befehlskette der Botani und keinen Anteil an ihrem großen Plan. Die Überwucherung brachte immer neue Beute in ihre Nähe, und das genügte einer Matriarchin, deren Reich mit jedem gespannten Faden begann.

Xeri'tac blieb zunächst an der Decke und entzog sich jedem unmittelbaren Angriff. Unter ihr krochen giftige Jungtiere aus den Winkeln der Höhle. Die Mutter setzte nicht den eigenen Leib aufs Spiel, solange ihre Brut den Eindringlingen Blut und Kraft nehmen konnte. Erst wenn genügend Spinnen getötet waren, sank sie selbst herab und machte aus der Jagd einen offenen Kampf.

Gift bleibt im Raum

Der Tod eines Jungtiers säuberte die Höhle nicht. Giftige Wolken blieben zurück und verwandelten den Ort jedes gefallenen Wesens in eine neue Gefahr. Xeri'tacs Macht lag deshalb nicht allein in Zähnen oder Beinen. Ihr Gift schrieb die Erinnerung an jeden Tod in die Luft. Mit fortschreitendem Kampf wurde sicherer Boden knapper und jeder Weg zur Matriarchin schwieriger.

In den Höhlen Gorgronds lebten auch Bleiche Orcs, ausgezehrte Wesen, deren Hunger Vernunft und Gemeinschaft verdrängt hatte. Xeri'tacs Brut konnte sich an ihnen nähren und durch ihr Blut kräftiger werden. Raubtier und Opfer standen damit nicht sauber getrennt gegenüber. Ein gequälter Körper wurde zur Nahrung einer weiteren Bedrohung, wenn niemand den Kreislauf rechtzeitig unterbrach.

Immer wieder ließ sich Xeri'tac aus der Höhe fallen. Der Schatten über einem Ziel war die einzige Warnung, bevor ihr Gewicht den Boden traf. Wer die Bleichen in ihre Bahn brachte, konnte den Angriff gegen sie wenden. Wie bei so vielen Gefahren des Flors musste nicht jede Kraft vernichtet werden; manche ließ sich durch Stellung und Zeitpunkt auf einen anderen Teil des überwucherten Lebens lenken.

Ein optionaler, aber wirklicher Schrecken

Xeri'tac stand nicht zwischen den Verfolgern und dem Portal, sodass ihre Höhle umgangen werden konnte. Dadurch war ihre Geschichte nicht bedeutungslos. Sie zeigte, was in den unbeachteten Winkeln einer eroberten Landschaft entstand: keine geordnete Verwaltung, sondern Nischen für Hunger, Gift und neue Brut. Mit ihrem Tod verschwand eine solche Nische, bevor sie über die Grenzen der Höhle hinauswachsen konnte.