Ehre und StärkeBlackmoore
Vexallus
Bosse

Vexallus

Vexallus war ein arkanes Elementar von kaum vorstellbarer Kraft. Drei Blutelfen beschworen es auf die Terrasse der Magister und starben bereits an seiner Ankunft. Die Kristalle ringsum ließen seine Energie fortwährend widerhallen, bis sein ganzer Körper zu einem kaum gebändigten Augenblick vor der Explosion wurde.

Der Weg nach Terrasse der Magister

Auf der Insel von Quel'Danas wurde die Terrasse der Magister zur letzten Zuflucht Kael'thas Sonnenwanderers. Nach seiner Niederlage in der Festung der Stürme kehrte der Blutelfenprinz durch Delrissas Eingreifen und die Macht der Legion verändert zurück. Seine verbliebenen Anhänger hielten die Räume, während der Sonnenbrunnen nicht als Heiligtum, sondern als Tor für Kil'jaeden vorbereitet wurde. In Vexallus erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Kael'thas' letzte Zuflucht brauchte Verteidiger, während seine eigentlichen Pläne am Sonnenbrunnen voranschritten. Drei Blutelfen versuchten daher, arkane Energie nicht nur in einen Zauber, sondern in eine lebende Gestalt zu zwingen. Vielleicht glaubten sie, eine Beschwörung dieser Größenordnung beherrschen zu können. Vielleicht war der Erfolg wichtiger als ihr Überleben. Als Vexallus erschien, beantwortete seine bloße Ankunft beide Hoffnungen mit tödlicher Gewalt.

Die Beschwörer starben durch die Wucht dessen, was sie gerufen hatten. Damit begann Vexallus' Geschichte auf der Terrasse nicht mit einem Befehl, sondern mit dem Versagen jeder vorgesehenen Kontrolle. Niemand blieb übrig, der dem Elementar Zweck, Grenze oder Rückkehr auferlegen konnte. Die Verteidiger hatten eine Waffe verlangt und eine Katastrophe erhalten, die nur zufällig im gewünschten Korridor tobte.

Ein Wesen aus arkanem Überschuss

Vexallus besaß keinen Körper, der Energie lediglich führte. Es bestand aus ihr. Blitze liefen durch seine Gestalt, arkane Kraft verdichtete sich zu leuchtenden Gliedern und jeder Gedanke erschien wie eine Spannung zwischen Entladung und neuem Aufbau. Was für Magier eine Quelle oder ein Werkzeug war, wurde in ihm zu einem Dasein ohne Ruhe.

Rings um Vexallus standen jene magischen Kristalle, mit denen Kael'thas' Leute die Terrasse durchzogen hatten. Ihre Kraft geriet mit dem Elementar in Resonanz. Jede Schwingung fand ein Echo in seinem Inneren, und jedes Echo verstärkte die nächste. So war sein Zustand nicht nur von Natur aus instabil. Der Raum selbst hielt ihn in einem fortwährenden Kreislauf chaotischer Erregung.

Reine Energie bricht aus

Unter Angriff rissen Teile seiner Macht aus dem Hauptkörper und nahmen als reine Energie eigene Gestalt an. Wer diese Funken vernichtete, wurde von ihrer Rückkopplung getroffen. Sie verlieh für kurze Zeit gewaltige Kraft, fraß aber zugleich am Leben ihres Trägers. Vexallus zwang seine Gegner damit in dasselbe gefährliche Verhältnis zur Magie, das seine Beschwörer vernichtet hatte: Man konnte fremde Energie nutzen, doch niemals so tun, als trüge sie keinen Preis.

Je schwächer seine Gestalt wurde, desto weniger konnte sie das in ihr eingeschlossene Chaos halten. Am Ende überlud Vexallus den ganzen Raum. Der Kampf wurde zu einem Wettlauf, bevor die Entladung alle Beteiligten verzehrte. Es gab keinen letzten taktischen Rückzug des Elementars und kein Angebot zur Aufgabe. Ein Blitz verhandelt nicht darüber, ob er einschlagen soll; er sucht nur noch den Weg, auf dem sich seine Spannung entladen kann.

Eine radikale Essenz

Nach seinem Fall blieb volatile Essenz zurück, kostbar für jene, die auf Quel'Danas nach neuen Mitteln gegen Kael'thas suchten. Selbst der Tod machte Vexallus also wieder zu einer Ressource. Darin lag die bittere Wiederholung seiner Geburt: Erst riefen Blutelfen Macht herbei und starben an ihr, dann nahmen ihre Feinde den Rest dieser Macht an sich. Der Unterschied bestand nur in der Vorsicht, mit der die zweite Hand begriff, dass Energie niemals unschuldig wird, bloß weil ihr Zweck gerecht erscheint.