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Verseuchung von Galakrond
Bosse

Verseuchung von Galakrond

Aus Galakronds uralter Leiche sickerte nekrotische Verderbnis und erweckte drei gefallene Proto-Drachen zu einem einzigen wandernden Hunger. Die Seuche sprang von Ahnzon zu Loszkeleth und Dazhak, verband Sturm, Frost und Feuer und wurde zum Vorzeichen jener Essenz, die Iridikron im Dunklen Herz sammeln wollte.

Der Weg nach Dämmerung des Ewigen

In der Dämmerung des Ewigen brach der Ewige Drachenschwarm in die Vergangenheit ein, um Nozdormus gefürchtete Verwandlung in Murozond zu erzwingen. Chromie und die Gefährten folgten den Eindringlingen durch verletzte Zeitwege. Hinter deren offenem Angriff verfolgte Iridikron jedoch einen zweiten Plan: An Galakronds Leiche wollte er eine verderbte Macht gewinnen, die weit über den Kampf der Drachenschwärme hinausreichte. In Verseuchung von Galakrond nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Galakrond war einst ein Proto-Drache wie viele andere gewesen, ehe sein Hunger jedes natürliche Maß verlor. Er fraß seine Artgenossen, wuchs mit jedem Opfer und brachte verdorbene Kreaturen hervor, die weder vollständig lebten noch ruhig tot blieben. Tyr und fünf Proto-Drachen, aus denen später die großen Aspekte hervorgingen, stellten sich ihm entgegen und brachten ihn schließlich zu Fall.

Galakronds Körper blieb im späteren Drachenöde liegen. Knochen und Schädel wurden zu einem Mahnmal, doch sein Tod beendete nicht jede Kraft, die in ihm gesammelt worden war. Nekrotische Energie sickerte noch immer aus den gewaltigen Überresten. Für Iridikron war dies kein bloßes Gift der Vergangenheit, sondern ein Rohstoff, den er gegen die Ordnung der Titanen und schließlich für weit größere Pläne verwenden konnte.

Drei Proto-Drachen kehren hungrig zurück

Die austretende Verseuchung erfasste Ahnzon, Dazhak und Loszkeleth. Sie erhoben sich nicht zu einem neuen Leben mit Erinnerung und Wahl. Jeder verkörperte einen anderen Hunger: Ahnzon trug das Knistern des Sturms, Dazhak die alles verzehrende Gier der Flamme und Loszkeleth die langsam einsickernde Auszehrung der Kälte. Gemeinsam wurden sie zu Wirten derselben Seuche.

Zu Beginn trat die Verseuchung selbst als zäher, giftiger Leib auf. Sie spritzte ätzende Masse über den Boden und legte Korrosion auf einzelne Gefährten. Blieb diese Wirkung zu lange bestehen, fraß sie sich bis in den Geist und wandte das Opfer gegen seine Verbündeten. Nur der gefährliche Sog, mit dem die Seuche ihre verstreuten Teile zurückrief, konnte die Korrosion rechtzeitig vom Körper lösen.

Als der erste Leib geschwächt war, sprang die Verderbnis auf Ahnzon über und erweckte den Proto-Drachen. Nekrotische Winde rissen durch das Gebiet, drängten die Gefährten fort und trugen Wirbelstürme nach außen. Ahnzons Sturm war nicht das freie Wetter der alten Welt. Er war Hunger, der eine elementare Stimme gefunden hatte.

Loszkeleth, die Kälte der Auszehrung

Später teilte die Seuche ihre Macht. Loszkeleth fesselte einzelne Gegner in Nekrofrost, der Bewegung und Handeln immer weiter erstarren ließ. Das Eis musste von außen zerbrochen werden, bevor sein Opfer unter der anhaltenden Kälte verschwand. Seine Form des Hungers verschlang nicht in einem Biss; sie nahm Wärme und Zeit, bis nichts mehr übrig blieb.

Neben Loszkeleth erhob sich Dazhak. Ihre nekrotischen Flammen brannten nicht reinigend, sondern trugen dieselbe Verseuchung in jedem Atemzug. Sie spie Gift und sprach nur von Braten, Mahlzeit und unstillbarem Hunger. Feuer, das gewöhnlich Leichen verzehrt, wurde hier selbst zum Werkzeug einer Macht, die den Tod nicht enden ließ.

Loszkeleth und Dazhak waren durch dieselbe verderbte Essenz verbunden. Verwundete die Gruppe einen der beiden, traf die Wirkung auch den anderen. Die Seuche hatte ihre Wirte nicht zu Verbündeten gemacht; sie hatte die Grenze zwischen ihnen aufgehoben. Erst als Sturm, Frost und Flamme gemeinsam zusammenbrachen, verlor die Verseuchung ihre letzten Körper.

Iridikron wartet hinter dem Kampf

Der Sieg beseitigte die unmittelbare Gefahr, doch er öffnete Iridikron den entscheidenden Augenblick. Der Erdinkarnierte sammelte Galakronds Essenz im Dunklen Herz. Die wiedererweckten Proto-Drachen waren deshalb mehr als ein zufälliges Hindernis am Weg. Sie zeigten, welche Kraft noch in Galakronds Tod lag und warum Iridikron die Vergangenheit betreten hatte.

Galakronds Leiche blieb zurück, doch ein Teil ihres Erbes verließ die Zeit in Iridikrons Händen. Damit verband sich der uralte Hunger eines Proto-Drachen mit den Plänen der Inkarnationen und der Leere. Die Gefährten hatten die wandelnde Verseuchung besiegt, aber nicht verhindert, dass ihre Quelle zu einer Waffe für eine kommende Geschichte wurde.