Ehre und StärkeBlackmoore
Überrest von Ner'zhul
Bosse

Überrest von Ner'zhul

Der Überrest von Ner'zhul war das, was Zovaal von dem einstigen Schamanen und ersten Lichkönig übrig gelassen hatte. Für Widerstand und Versagen bestraft, war Ner'zhuls Seele im Sanktum an Rüstungsteile und Ketten gebunden. Sein Zustand zeigte, wie der Kerkermeister mit Dienern umging, die seinen Erwartungen nicht entsprachen.

Vom Schamanen zum Lichkönig

Ner'zhul war einst ein angesehener Schamane der Orcs auf Draenor. Kil'jaeden täuschte ihn, Gul'dan verdrängte ihn, und seine späteren Versuche, neue Portale zu öffnen, zerrissen seine Welt weiter. Als er durch eines dieser Portale floh, fing ihn die Brennende Legion. Sein Körper wurde zerstört, seine Seele gequält und in die Rüstung des Lichkönigs gebunden.

Auf dem Frostthron sollte Ner'zhul eine Geißel erschaffen, die Azeroth für die Legion schwächte. Doch er entwickelte eigene Pläne. Er rief Arthas zu sich, verband sich mit ihm und versuchte, über den neuen Lichkönig weiterzuleben. Diese Geschichte machte ihn zu einem Diener, der nie vollständig gehorsam blieb.

Zovaals Strafe

Hinter der Macht der Herrschaft stand Zovaals Einfluss. Die Runen, die Krone und Frostgram verbanden die Geißel mit einer viel älteren Ordnung des Todes. Als Ner'zhul seine Aufgabe nicht so erfüllte, wie der Kerkermeister es verlangte, erwartete ihn keine Vergebung.

Im Sanktum blieb nur ein verstümmelter Überrest. Teile seiner Rüstung schwebten um eine gequälte Seele, Ketten hielten sie zusammen, und jeder Gedanke an die frühere Macht des Lichkönigs wirkte wie Hohn. Zovaal hatte aus einem gescheiterten Werkzeug ein Beispiel gemacht.

Die zerschlagene Rüstung

Der Überrest griff die Eindringlinge mit Flüchen, Ketten und den Bruchstücken seiner alten Rüstung an. Jeder zerstörte Teil legte mehr von der gefangenen Seele frei, doch zugleich entlud sich die darin gespeicherte Bosheit. Der Kampf war eine Auseinandersetzung mit einem Wesen, das kaum noch zwischen eigener Wut und fremder Folter unterscheiden konnte.

Als die letzten Ketten brachen, wurde der Überrest vernichtet. Für Ner'zhul war dies kein neuer Aufstieg. Es war das Ende einer langen Folge von Täuschung, Ehrgeiz, Versagen und Bestrafung, die auf Draenor begonnen hatte.

Das Schicksal eines Werkzeugs

Ner'zhuls Weg zeigt, dass Zovaals Bündnisse keine Partnerschaften waren. Der Kerkermeister gab Macht, solange sie seinem Plan diente. Wer eigene Ziele verfolgte oder scheiterte, wurde zerlegt und weiterverwendet.

Der Überrest verbindet dadurch die Geschichte der Orcs, der Geißel und der Schattenlande. Was auf Azeroth wie die eigenständige Herrschaft des Lichkönigs erschien, hatte Wurzeln in einer größeren Verschwörung. Im Sanktum lag einer ihrer ältesten Diener nicht auf einem Thron, sondern als gefesseltes Mahnmal.