Ehre und StärkeBlackmoore
Tyr, der ewige Hüter
Bosse

Tyr, der ewige Hüter

In der von Murozonds Aufstieg veränderten Gegenwart hatte sich selbst Tyr dem Ewigen Drachenschwarm angeschlossen. Der legendäre Hüter führte eine verdrehte Version der Silbernen Hand und zog Kraft aus einem Ewigen Eidschwurstein. Sein Kampf zeigte nicht Tyrs wahres Ende, sondern eine Zukunft, die Chromie noch rückgängig machen konnte.

Der Weg nach Dämmerung des Ewigen

In der Dämmerung des Ewigen brach der Ewige Drachenschwarm in die Vergangenheit ein, um Nozdormus Verwandlung in Murozond zu erzwingen. Als Chromie Iridikron durch die Zeit verfolgte, geriet sie tatsächlich in eine veränderte Gegenwart, in der Murozond herrschte. Von dort musste sie sich durch die Folgen dieses einen umgeschriebenen Augenblicks zurück zum Bronzetempel kämpfen. In Tyr, der ewige Hüter nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Iridikrons Flucht führte Chromie und die Gefährten nicht einfach an einen anderen Ort. Sie erreichten eine Gegenwart, in der Nozdormus Verwandlung zu Murozond bereits stattgefunden hatte. Der Ewige Drachenschwarm beherrschte die Zeitwege, und vertraute Gestalten hatten Wege genommen, die in der wahren Zeitlinie niemals zu ihrer Geschichte gehören sollten.

Tyr war ein Titanenhüter, der sich schon in uralter Zeit gegen Galakrond gestellt hatte. Er vertraute fünf Proto-Drachen, kämpfte an ihrer Seite und half damit, jene Gemeinschaft zu formen, aus der später die Drachenaspekte hervorgingen. Seine Hand verlor er im Kampf gegen Galakrond; an ihre Stelle trat die Silberne Hand, die viele Zeitalter später noch zum Sinnbild heiliger Ritter wurde.

Die verdrehte Treue

Gerade Tyrs legendäre Loyalität machte seinen Anblick unter den Ewigen so erschütternd. In der veränderten Zeitlinie war seine Treue nicht verschwunden, sondern gegen jene gerichtet, die ihn als Verbündeten kannten. Murozonds Herrschaft hatte aus dem standhaften Hüter keinen zögernden Verräter gemacht. Sie hatte eine Welt hervorgebracht, in der derselbe unbeugsame Dienst dem falschen Morgen galt.

Tyr führte eine Waffe, die wie ein dunkler Widerhall seiner Silbernen Hand wirkte. Mit ihr verband er gewaltige titanische Schläge und die Magie der Ewigen. Ein Hieb schleuderte Gegner zurück, ein anderer teilte seine Wucht nur dann erträglich auf, wenn mehrere Gefährten zusammenstanden. Traf er zu wenige, wuchs Tyrs Macht dauerhaft. Gemeinschaft war damit nicht bloß ein Ideal aus seiner alten Geschichte, sondern die einzige Antwort auf seine verdrehte Stärke.

Erinnerungen, die noch nicht geschrieben sind

Funken Tyrs legten Bilder einer Zukunft auf einzelne Gegner. Diese Erinnerungen waren noch nicht geschehen und schmerzten dennoch, als trügen die Körper bereits ihre Folgen. Beim Erlöschen entlud sich die Kraft gegen die ganze Gruppe. Die Ewigen kämpften nicht nur mit Vergangenheit und Zukunft als Orten; sie machten aus ungelebten Möglichkeiten eine gegenwärtige Wunde.

Wenn Tyrs eigene Energie erschöpft war, wandte er sich einem Ewigen Eidschwurstein zu. Er sog Macht aus ihm und hüllte sich in eine strahlende Barriere. Der Stein erinnerte an die Eidschwursteine der Dracheninseln, doch seine Bindung galt einer anderen Ordnung. Ein Zeichen gemeinsamer Pflichten war zum Speicher für Murozonds Herrschaft geworden.

Durch den Entzug lösten sich zeitliche Essenzen aus dem Stein und strömten zu ihm zurück. Erreichten sie ihr Ziel, stärkten sie Tyrs Barriere. Fingen die Gefährten sie ab, nahmen sie die gestohlene Zeit selbst auf und wurden schneller. Die Gruppe musste also zwischen Hüter und Schwurstein treten und jene Sekunden zurückfordern, aus denen seine Verteidigung bestand.

Kein Mord am wahren Tyr

Als der ewige Hüter fiel, starb nicht der Tyr der wahren Zeitlinie. Die Gefährten besiegten eine Folge von Murozonds Aufstieg, einen Mann, dessen Geschichte durch eine andere Gegenwart neu geordnet worden war. Dieser Unterschied bewahrte den Sieg davor, selbst zum Frevel an der Zeit zu werden. Ihr Ziel blieb, die Ursache dieser Welt zu beseitigen, damit ihre Widersprüche niemals Bestand erhielten.

Die Begegnung war dennoch mehr als eine bedeutungslose Illusion. Sie zeigte, dass Tugenden allein keinen sicheren Weg garantieren. Treue, Stärke und Opferbereitschaft können in einer veränderten Ordnung dieselbe Entschlossenheit behalten und dennoch dem Unheil dienen. Chromie musste nicht nur Nozdormus Leben retten. Sie musste verhindern, dass seine Verwandlung die Bedeutung zahlloser anderer Leben umschrieb.

Weiter durch Murozonds Welt

Hinter Tyr lag eine Gegenwart, in der die Ewigen sich nicht länger versteckten. Eine alternative Chromie hatte dort einen eigenen Namen angenommen und genoss die Freiheit, die Murozonds Sieg ihr verschafft hatte. Morchie wollte die wahre Zeitlinie nicht wiederherstellen. Sie wollte in ihr bleiben und dafür sorgen, dass die Welt ihrer Herkunft bestehen blieb.