Der Weg nach Der Hof der Sterne
Im Hof der Sterne verbarg sich Suramars Krieg hinter höfischer Ordnung. Die Nachtsüchtigen schmuggelten sich in eine Versammlung, auf der Elisandes Bündnis mit der Legion gefestigt werden sollte. Dämmerwache, eredarische Aufseher und die Erste Klinge der Großmagistrix schützten ein Fest, dessen Gäste lächelten, während Verrat, Angst und Widerstand zwischen ihnen nach dem richtigen Gesicht suchten. In Talixae Flammenkranz nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Lange bevor Argus vollständig der Legion verfiel, lernte Talixae bei Thal'kiel. Sie kannte damit eine Zeit, in der eredarische Magie noch nicht ausschließlich Sargeras diente. Als ihr Volk den Pakt annahm, ging auch ihr Wissen in die Kriegsmaschine der Legion ein. Aus der Schülerin wurde eine Zauberin, die fremdes Leid nicht nur hinnahm, sondern genoss.
Talixae wusste, dass die Nachtgeborenen, ihr Nachtbrunnen und ihre Stadt für Gul'dans Plan wichtig waren. Trotzdem beleidigte es ihren Stolz, ein Gebäude voller Elfen bewachen zu müssen. Diese Geringschätzung machte sie nicht nachlässig. Sie wollte gerade durch übertriebene Härte beweisen, dass eine Eredar weit über denjenigen stand, deren Bündnis sie absicherte.
Drei Leutnants bilden den Teufelsbund
An ihrer Seite standen Baalgar der Wachsame, Jazshariu und Imacu'tya. Jeder verstärkte die anderen durch seine bloße Gegenwart. Zusammen bildeten sie einen Teufelsbund, dessen Macht größer war als die Summe einzelner Zauber. Ein direkter Angriff auf die versammelte Gruppe hätte Talixaes Überlegenheit nur bestätigt.
Im Hof gab es Wege, Ablenkungen und Verbündete, mit denen sich die Leutnants einzeln aus ihrer Stellung locken ließen. Jeder beseitigte Dämon nahm den übrigen einen Teil der gemeinsamen Verstärkung. Die Infiltration zahlte sich damit erneut vor dem eigentlichen Kampf aus. Wissen über den Hof zerschnitt einen Bund, den rohe Gewalt kaum hätte brechen können.
Allein blieb Talixae noch immer gefährlich. Teufelseruptionen schleuderten Körper in die Luft, verdorrende Magie fraß sich in Seelen, und ihre brennende Intensität wuchs mit der Dauer. Sie wollte Gegner nicht schnell beseitigen, sondern unter steigender Hitze zusammenbrechen sehen. Jede Unterbrechung nahm ihrer Grausamkeit den geplanten Rhythmus.
Die Legion verliert ihre Aufseherin
Talixae fiel vor dem Anwesen, und die Versammlung verlor ihre dämonische Schutzmacht. Die Nachtgeborenen im Inneren konnten sich nicht länger einreden, ihr Bündnis sei eine höfische Vereinbarung unter Gleichen. Vor ihrer Tür hatte eine Eredar gestanden, die sie verachtete und nur bewachte, weil ihr Meister ihren Nutzen noch nicht verbraucht hatte.