Ehre und StärkeBlackmoore
Schmiedemeister Garfrost
Bosse

Schmiedemeister Garfrost

Garfrost war Waffenmeister und Aufseher der kalten Schmieden in der Grube von Saron. Der Fleischriese verarbeitete das Blut Yogg-Sarons zu Klingen für die Geißel und konnte in wenigen Augenblicken neue Frostwaffen aus Saronit schlagen. Wenn ihm das nicht genügte, warf er das Erz selbst nach seinen Gegnern.

Der Weg nach Grube von Saron

In der Grube von Saron schürften versklavte Gefangene das Blut Yogg-Sarons aus dem Eis und schleppten es zu den kalten Schmieden der Geißel. Saronit wurde dort zu Klingen, Rüstung und Folterwerkzeug. Der Angriff von Allianz oder Horde war deshalb zugleich Befreiungsmission und Vorstoß zum verborgenen Eingang der Hallen der Reflexion, wo Frostgram unbewacht liegen sollte. In Schmiedemeister Garfrost erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Saronit war mehr als ein seltenes Metall. Es galt als verhärtetes Blut Yogg-Sarons, dessen Gefängnis tief unter Nordend lag. In der Grube schürften Sklaven dieses Material unter Schmerzen aus dem Eis. Garfrost nahm entgegen, was ihre Körper aus dem Berg brachen, und gab ihm die Form von Waffen für einen anderen Herrn des Todes.

Meister der kalten Schmieden

Garfrost beaufsichtigte die Lager und Feuerstellen, an denen Saronit mit exotischen Legierungen verbunden wurde. Einige der tödlichsten Waffen der Geißel gingen durch seine Hände. Er brauchte keine lange Werkstattzeremonie. Mit wenigen mächtigen Schlägen konnte der Riese mitten im Kampf eine neue Klinge oder einen neuen Streitkolben formen.

Wenn ein Gegner zu weit entfernt stand, schleuderte Garfrost einen gewaltigen Erzbrocken nach ihm. Der Einschlag verletzte und warf jeden in der Nähe fort. Doch der Block blieb liegen und bot Deckung. Das Material, das für Arthas' Waffen bestimmt war, konnte dadurch für kurze Zeit den Blick des Schmiedemeisters unterbrechen und seine Kältewirkung abklingen lassen.

Garfrost legte stetig neue Schichten von Frost auf alle, die er sehen konnte. Je länger niemand die Deckung nutzte, desto tödlicher wurde jeder weitere Kälteschaden. Der Kampf verwandelte die geworfenen Saronitblöcke in kleine Inseln des Überlebens. Derselbe Riese, der das Erz als Waffe schleuderte, lieferte unfreiwillig den einzigen Schutz vor seiner nächsten Waffe.

Klinge, Streitkolben und tiefere Kälte

Unter Druck stampfte Garfrost den Boden, sprang zu einer Schmiede und verbesserte sein Werkzeug. Erst entstand eine gefrorene Klinge, dann ein noch mächtigerer Streitkolben. Mit jeder neuen Form wuchs die Kälte. Seine Kunst war nicht schöpferisch im offenen Sinn; sie kannte nur Varianten derselben Frage, wie ein Körper schneller gebrochen werden konnte.

Garfrosts Fall öffnete den Weg zu den tieferen Sklavenlagern. Die Schmieden waren nicht sofort zerstört, doch ihr Meister konnte keine neuen Lieferungen mehr in Waffen verwandeln. Später erhoben fremde Mächte auch ihn erneut. Wie das von ihm geformte Saronit blieb sein eigener Körper für die Herren der Geißel ein Material, das nach einer Niederlage noch einmal erhitzt und in denselben Krieg zurückgeschlagen werden konnte.