Ehre und StärkeBlackmoore
Schmiedemeister Gorek
Bosse

Schmiedemeister Gorek

Gorek war einer der angesehensten Handwerker der Djaradin und hatte die gewaltige Schmiede der Schwarzdrachenkaserne für die Qalashi in Besitz genommen. Dort entstanden Waffen für den Krieg gegen Drachen. Wer seine Arbeit störte, wurde mit glühenden Hämmern, Feuerstürmen und einem frisch geschmiedeten Flammenschild empfangen.

Der Weg nach Neltharus

Neltharus lag unter der Obsidianzitadelle und hatte dem schwarzen Drachenschwarm als Hort, Kaserne und Schmiede gedient. Als die Djaradin aus ihrem Schlaf erwachten, fanden sie die Anlage verlassen und erklärten ihre Geheimnisse zum Eigentum der Qalashi. Bald wurden alte Drachenwaffen neu geschmiedet, Experimente an Bestien erprobt und die Schätze Neltharions für den nächsten Krieg gegen seine Nachkommen durchsucht. In Schmiedemeister Gorek nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Gorek trug seinen Rang nicht nur, weil er am größten Amboss stand. Unter den Djaradin galt er als herausragender Handwerker, jemand, der rohe Hitze in Werkzeuge für viele Krieger verwandelte. In einem Volk, dessen Krieg gegen Drachen über Zeitalter reichte, konnte eine gute Schmiede ebenso viele Feinde töten wie ein berühmter Jäger. Goreks Werkstatt war deshalb ein strategischer Ort.

Die Schwarzdrachenkaserne verfügte über Feuer und Mechanismen, die für die legendäre Schmiedekunst des schwarzen Schwarms bestimmt gewesen waren. Als die Qalashi Neltharus besetzten, fand Gorek keine Ruine, sondern eine gewaltige Möglichkeit. Er lernte, die vulkanische Kraft der Anlage zu nutzen, ohne ihre Erbauer um Erlaubnis zu bitten. Jede neue Waffe war zugleich Beute und Aneignung fremden Wissens.

Arbeit für den nächsten Krieg

Gorek fertigte nicht für eine Schatzkammer. Seine Klingen, Schilde und Hämmer sollten in den nächsten Angriff getragen werden. Während Sargha nach mächtigen Artefakten suchte und Chargath Jäger ausbildete, gab der Schmied ihren Plänen eine materielle Form. Metall machte aus Hass Versorgung, aus einer alten Feindschaft eine Armee, die nicht auf die wenigen überlieferten Waffen früherer Zeitalter angewiesen blieb.

Sobald der Kampf begann, sprang Gorek zu seinem Amboss und schlug mit brennendem Hammer auf das Werkstück. Jeder Schlag sandte Hitze durch die ganze Kammer. Seine Gegner mussten Schaden ertragen, während sie wussten, dass mit jedem Hieb eine neue Waffe entstand. Die Schmiede war kein Hintergrund des Kampfes. Sie war sein Herzschlag.

Aus dem glühenden Metall formte Gorek einen Schild und schleuderte ihn unmittelbar auf seine Feinde. Beim Aufprall brachen Feuerlinien in vier Richtungen aus; weitere Ziele konnten von derselben Waffe getroffen werden. Ein Gegenstand, der gewöhnlich Schutz bedeutete, wurde in seiner Hand zum fliegenden Mittelpunkt einer Explosion. Gorek kannte keine starre Grenze zwischen Rüstung und Angriff.

Feuerregen und erhitzte Hiebe

Wenn der Schmied seinen Hammer in die Esse warf, antwortete die Anlage mit einem Sturm glühender Funken. Im Nahkampf verband er zwei schwere Schläge mit einem Sprung auf das zurückgestoßene Ziel und ließ Schmiedefeuer am Boden zurück. Die Gruppe musste seine Werkstatt lesen wie ein sich ständig veränderndes Werkstück: Jede Einschlagstelle blieb heiß und formte den Raum neu.

Die Gefährten verteilten die Ziele des Schildes, wichen den Feuerlinien aus und überstanden die Schläge am Amboss. Gorek starb mit dem Gedanken an seine unvollendete Arbeit. Darin lag seine ganze Bindung an Neltharus. Er verteidigte nicht bloß Sarghas Herrschaft. Er verlor einen Ort, an dem seine Fähigkeiten größer werden konnten als alles, was die Djaradin zuvor geschmiedet hatten.

Werkzeuge ohne Schmied

Mit Goreks Tod verstummte der Amboss, doch fertige Waffen und das Wissen der Anlage blieben. Sargha musste die Schmiede nicht retten, wenn der Hort ihr eine noch unmittelbarere Macht bot. In den verwüsteten Brutstätten führte ein anderes Experiment bereits vor, wie gefährlich Neltharions Geheimnisse wurden, wenn die Qalashi nicht Metall, sondern lebende Körper als Werkstoff benutzten.