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Schemen von Xavius
Bosse

Schemen von Xavius

Xavius war einst Azsharas Berater und half Sargeras, die erste Invasion Azeroths vorzubereiten. Als Herr des Alptraums projizierte er einen Schemen seiner Macht in das Herz Shaladrassils. Dort hielt er Malfurion gefangen und wollte den Geist seines alten Rivalen brechen, während der Weltenbaum um sie herum verdorrte.

Der Weg nach Das Finsterherzdickicht

Unter Shaladrassils Wurzeln fraß sich der Smaragdgrüne Alptraum in Val'sharahs heiligste Orte. Xavius verdarb Druiden, Urtume und grüne Drachen und hielt Malfurion im ausgehöhlten Herzen des Weltenbaums gefangen. Der Weg durch das Finsterherzdickicht war deshalb kein Marsch gegen fremde Eroberer, sondern durch eine vertraute Natur, deren Träume in Angst und Hass umgeschrieben worden waren. In Schemen von Xavius nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Vor zehntausend Jahren diente Xavius Königin Azshara als mächtiger Magier und Berater. Sein Ehrgeiz machte ihn empfänglich für Sargeras' Versprechen. Er half, das Portal vorzubereiten, durch das die Legion Azeroth betreten sollte. Damit stellte er Wissen, das seinem Volk hätte dienen können, in den Dienst einer Macht, die seine ganze Welt verbrauchen wollte.

Nach der Niederlage verschwand Xavius nicht. Fluch, Qual und neue Herren formten ihn weiter, bis er zum Herrn des Smaragdgrünen Alptraums wurde. Dort konnte er Natur nicht einfach verbrennen, sondern ihre eigenen Träume gegen sie wenden. Wälder, Druiden und Drachen blieben äußerlich erkennbar, während Furcht ihre Bedeutung von innen ersetzte.

Malfurion im Herzen Shaladrassils

Im ausgehöhlten Kern des Weltenbaums hielt Xavius' Schemen Malfurion gefangen. Die Feindschaft zwischen beiden reichte bis zum Krieg der Ahnen. Xavius wollte den Erzdruiden nicht bloß töten. Er wollte seinen Geist brechen und damit beweisen, dass selbst der größte Verteidiger des Traums unter genügend Angst gegen die eigene Hoffnung aufgab.

Der Gegner im Dickicht war nicht Xavius in seiner ganzen Gestalt, sondern eine Projektion. Das machte ihn nicht gedankenlos. Der Schemen handelte mit der Absicht des Originals, schleuderte Alptraumenergie und legte wachsende Furcht auf seine Opfer. Die Entfernung schützte Xavius, während sein Schatten an einem Ort kämpfte, den er bereits tief verdorben hatte.

Als der Schemen geschwächt wurde, versuchte er, Shaladrassil um sich herum in einem apokalyptischen Alptraum zu verbrennen. Die Vision machte jeden Schaden größer und drohte, Gefährten in Panik voneinander zu treiben. Der Kampf entschied sich nicht nur an Gesundheit und Klingen, sondern an der Fähigkeit, eine heraufbeschworene Weltuntergangsangst als Angriff zu erkennen und gemeinsam auszuhalten.

Malfurion wird befreit, Xavius bleibt

Der Schemen zerfiel und Malfurion konnte aus dem Dickicht befreit werden. Xavius selbst war damit noch nicht besiegt; seine wahre Macht wartete tiefer im Alptraum. Dennoch verlor er einen wichtigen Griff auf Val'sharah. Die Reise durch das Dickicht hatte gezeigt, dass seine stärkste Waffe nicht die fremde Gestalt war, sondern die Verdrehung dessen, was seine Opfer bereits liebten.