Der Weg nach Der Sitz des Triumvirats
Der Sitz des Triumvirats war einst das Zentrum eredarischer Macht in Eredath, lange bevor Argus fiel und Velen mit den späteren Draenei floh. Jahrtausende später lag zwischen seinen leeren Hallen die verdunkelte Naaru L'ura. Ihre Leerenenergie rief die Schattenwache herbei, während Alleria Windläufer und der Locus-Wandler denselben Ort betraten, um Wissen, Relikte und einen gefährlichen Weg zur Beherrschung der Leere zu suchen. In Saprish nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Saprish trug den Rang eines Ethereumlords und führte die Streitkräfte am Einbruchspunkt vor dem Sitz. Er war kein fernbleibender Verwalter. Planung bedeutete für ihn, jede Einheit an den richtigen Ort zu stellen und im entscheidenden Augenblick selbst in die Lücke zu springen. Seine Leute riefen weitere Leerenwesen herbei, während er beobachtete, welche Bewegungen der Gegner zur Gewohnheit wurden und wo sich daraus eine Falle bauen ließ.
Alleria öffnet den Weg zum Angriff
Alleria Windläufer und der Locus-Wandler führten die Helden gegen die Stellung der Schattenwache. Alleria riss mit ihrer wachsenden Leerenkraft einen Zugang in die Mauer. Der Locus-Wandler unterstützte den Angriff, verfolgte jedoch auch ein eigenes Ziel: Saprish besaß einen Stab, den er für nützlich hielt. Schon vor dem ersten Schlag verbanden sich deshalb Verteidigung Argus', Allerias Ausbildung und die Suche eines Ätherischen nach fremdem Wissen.
Dunkelzahn war kein Schmuck an der Seite seines Herrn. Der Begleiter verschwand aus dem Blick, tauchte hinter einem Ziel auf und zerriss den Raum mit verwüstender Dunkelheit. Jeder Mensch, den diese Jagd traf, steigerte Saprishs eigene Angriffslust. Der Kommandant verwandelte das erfolgreiche Fressen seines Tieres in Kraft für die nächste Klinge. Herr und Begleiter kämpften wie zwei Glieder desselben Jagdinstinkts.
Schattenflügel nimmt den Himmel
Schattenflügel stieß aus der Höhe auf einzelne Ziele herab. Beim Aufprall traf die Wucht jeden in der Nähe, danach zerriss ein Schreckensschrei Orientierung und Ordnung. Wo Dunkelzahn den Rücken bedrohte, nahm Schattenflügel den Blick nach oben in Anspruch. Saprish zwang seine Gegner, mehrere Räume zugleich zu überwachen. Eine unbeachtete Richtung genügte, damit sein sorgfältig verteilter Angriff die ganze Gruppe aus dem Takt brachte.
Leerenfallen warteten still auf den ersten unachtsamen Schritt. Saprish konnte mehrere davon zugleich überladen und ihre scheinbar getrennten Gefahren in einem Augenblick entzünden. Dann markierte er Menschen und schnellte zwischen ihnen hindurch. Jede schlechte Stellung gab ihm neue Jagdkraft. Sein Plan beruhte nicht darauf, stärker als alle zu sein. Er ließ die Abstände und Fehler seiner Feinde füreinander arbeiten.
Der Stratege betritt die eigene Lücke
Als die Schattenwache zurückgedrängt wurde, erklärte Saprish, er müsse die Störung persönlich beseitigen. Darin lag sein Stolz und sein Fehler. Ein vorsichtiger Feldherr hätte den Tempel weiter mit Truppen gefüllt. Saprish wollte beweisen, dass seine Berechnung auch im Nahkampf galt. Sobald Fallen, Tiere und schnelle Wege durchschaut waren, blieb jedoch ein Einzelner zurück, dessen Plan keine Möglichkeit für die eigene Niederlage vorgesehen hatte.
Nach Saprishs Tod nahm der Locus-Wandler dessen Stab an sich und bezeichnete ihn als genau das benötigte Werkzeug. Danach wies er auf Vizekönig Nezhar am Eingang des Tempels hin. Der Kommandant hatte das begehrte Wissen der Schattenwache nicht schützen können. Sein Stab führte die Eindringlinge nun weiter, während sein letzter Gedanke nur noch einen taktischen Fehler erkannte. Die größere Ironie blieb ihm verborgen: Seine gesamte Stellung war zum Hilfsmittel für Allerias nächsten Schritt geworden.